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Reaktivität in einer Halogen-Metall-Austauschreaktion
 
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alphabetagama



Anmeldungsdatum: 17.04.2020
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 21. März 2024 10:27    Titel: Reaktivität in einer Halogen-Metall-Austauschreaktion Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

welche Verbindung ist in einer Halogen-Metall-Austauschreaktion (zB. mit nBuLi) reaktiver, a) oder b) ?

Ich denke Verbindung b) ist besser stabilisiert, wegen alpha-Si-Effekt und somit weniger reaktiv als Verbindung a).

Kommt es so hin?

Danke Augenzwinkern



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Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6551
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21. März 2024 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ist das Silan überhaupt stabil und wird nich irgend wie anders artig attackiert?
alphabetagama



Anmeldungsdatum: 17.04.2020
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 21. März 2024 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Bin mir da nicht sicher, wieweit z.B. nBuLi sich hier auswirkt.

Bei einer Halogen-Metall-Austauschreaktion ist die Triebkraft die Bildung eines stabilen Carbanions. Carbanionen in der alpha-Stellung zum Si-Atom werden stabilisiert.

Jetzt weiß ich nicht, ob a) oder b) reaktiver ist?
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 21. März 2024 16:26    Titel: alpha-Si Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei einer Halogen-Metall-Austauschreaktion ist die Triebkraft die Bildung eines stabilen Carbanions. Carbanionen in der alpha-Stellung zum Si-Atom werden stabilisiert.


Die Triebkraft beim Metall-Halogen-Austausch ist eigentlich die Bildung der entsprechenden Metallkationen,welche dann mit dem "Carbanion" mehr oder weniger kovalente C-M-Bindungen eingehen.
Richtig ist,daß durch den alpha-Silicium-Efffekt Carbanionen in alpha-Position stabilisiert,in beta-Postion destabilisiert(umgekehrt für Carbokationen).
Das wird u.a. durch "negative Hyperkonjugation" erklärt.
Das Trimethylsilyl-methylchlorid ist relativ stabil und reagiert mit z.B. n-BuLi zum Trimethylsilyl-metlhyllithium.
Im Vergleich zum Neopentylchlorid sollte hier ein schnellerer M/X-austausch erfolgen.

AC-Gast.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6551
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21. März 2024 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wirklich? Ich hätte da eher Trimethyl-n-pentylsilan und Lithiumchlorid erwartet.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 21. März 2024 19:19    Titel: alpha-Si Antworten mit Zitat

Es kommt nur zur üblichen Metathesereaktion zwischen RX und R´Li.
eine recht stabile Organolithium-Verbindung:
"Tris(trimethylsilyl)methyl]lithium: An alkyllithium compound of unusual stability" aus
Journal of Organometallic Chemistry
Volume 24, Issue 3, October 1970, Pages 529-535
.

AC-Gast.[/quote]
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 21. März 2024 19:37    Titel: Li Antworten mit Zitat

Korrektur:oben falscher link zum falschen Li-Organyl.
Sorry für mögliche Verwirrung,es bleibt jedoch bein der Metathese-Reaktion zwischen Trimethylsiylmethylchlorid und n-BuLi.
Kann auch durch direkte Umsetzung mit Lithium gewonnen werden.

AC-Gast.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6551
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21. März 2024 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ausser der Literaturstelle sehe ich keinen Link.
alphabetagama



Anmeldungsdatum: 17.04.2020
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 22. März 2024 15:06    Titel: Re: alpha-Si Antworten mit Zitat

Danke für die ausführliche Antwort.

Zitat:

Im Vergleich zum Neopentylchlorid sollte hier ein schnellerer M/X-austausch erfolgen.


Also ist Neopentylchlorid weniger stabil und reagiert in einen Halogen-Metall-Austausch schneller?
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2024 15:32    Titel: Silan Antworten mit Zitat

Nein,ich meine,das Silan ist reaktiver beim MHA als das Neopentylchlorid.
Von Stabilität(-> thermodynamische Qualität) würde ich hier nicht sprechen,es geht um die Kinetik der Reaktion,also labil/inert.
Da sollte der alpha-Effekt des Si den Austausch begünstigen.

AC-Gast.
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