| Autor |
Nachricht |
| AC-Gast |
Verfasst am: 08. Apr 2025 10:54 Titel: Rekristallisation |
|
Schließe mich dem an,der Faktor "Rekristallisation" wurde hier schon in diversen threads behandelt,eine Angabe zur Größenordnung der geometrischen Veränderungen aufgrund dieses Prozesses sind bisher nicht zu finden.
Es bleibt die berechtigte Annahme,daß dieser Prozeß bei "normalen" Temperaturen nur sehr(!) langsam verläuft,die Gesamtveränderung hängt auch von der Anzahl der zu Beginn vorhandenen Fehlstrukturen ab,somit auch vom Fertigungsprozeß.
Rekristallisation taucht mMn öfters wie ein urban myth auf,für alles mögliche verantwortlich.
Da hätte der Lehrer des tes hier noch mal selbst nachschauen sollen,ob er seine
"Quelle" findet.
Die Haltbarkeit von Atomsprengköpfen wird da von anderen Faktoren beeinflußt,die der elektronischen Elemente u.a. durch die Strahlung.
Ansonsten müßten überall solche Schaltungen ausgetauscht werden,wenn Rekristallisation die Hauptursache wäre.
Bei bestimmten Waffentypen reichen schon wenige Jahrzehnte aus,daß durch den natürlichen Zerfall des Spaltmaterials keine überkritische Masse mehr erreicht werden kann(s. Neutronenreflektoren).
AC-Gast. |
|
 |
| Nobby |
Verfasst am: 07. Apr 2025 19:03 Titel: |
|
| Bei den Atomsprengköpfen, ist die Umkristallisation eher unbedeutend, eher die radioaktive Strahlung, die auf die elektronischen Komponeneten wirkt, was bedeutet die Schaltungen müssen regelmäßig gewechselt werden. |
|
 |
| ATOR |
Verfasst am: 05. Apr 2025 20:38 Titel: |
|
Hierzu kann ich vielleicht etwas sagen.
Vor ein paar Jahren habe ich mich mit einem Mitarbeiter der PTB unterhalten können.
Das ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.
Nur für den Fall das du sie nicht kennst.
Damals ging es auch um etwas ähnliches.
Die Aussage des Mitarbeiters war folgende: "Solche Prozesse laufen bei Raumtemperatur so langsam und in einem so geringen Maß ab, dass sie im alltäglichen Leben nie bemerkt werden können. Auch nicht in extrem langen Zeiträumen."
Man darf hierbei nicht mit so etwas wie einer Schaltung eines Atomsprengkopfes vergleichen oder was auch immer gerne angeführt wird, ist die vermeintliche Längenänderung des Ur-Meters.
Gerade der Ur-Meter hatte den Anspruch eine absolut unveränderlichen Größe zu sein. Dies ist aber bei allen materiellen Dingen nicht möglich.
Deswegen nutzt man auch jetzt dafür, auch Zahlen oder fundamentale Naturgesetze.
Diese sind unveränderlich und können nicht durch materielle Schäden, Diebstahl oder einfache Abnutzung verändert werden in ihrem Wert.
Ich würde aber auch die Längenänderung des Ur-Meters nicht überbewerten. Den sie bedeutet nur das man es mit Geräten messen konnte die für uns kaum vorstellbare Ungenauigkeiten messen können.
Das bedeutet nicht, dass man diese auch mit dem unbewaffneten Auge sehen könnte.
Denk mal darüber nach.
 |
|
 |
| AC-Gast |
Verfasst am: 05. Apr 2025 17:18 Titel: Rekristallisation |
|
Das Thema "Rekristallisation" im Zusammenhang mit Materialveränderungen bei gemäßigten Temperaturen geister schon seit Jahren hier im Forum und anderen herum.
Eine verläßliche Angabe zur Größenordnung(sowohl Länge/Volumen als auch bzgl. Zeitraum) ist nicht vorhanden,10 Mikrometer in wenigen Jarhzehnten
(s. Haltbarkeit von Atomsprengköpfen..) halte ich ebenfalls für zu viel.
Da sollte man einen Materialwissenschaftler fragen,wie relevant solche Prozesse bei Raumtemperatur wirklich sind.
Die Haltbarkeit von Atomsprengköpfen hängt von verschiedenen Faktoren ab,die Alterung durch intrinsische Materialveränderungen ist möglich.
Die Zuverlässigkeit/Funktion der Zünder kann u.a. durch die radioaktive Strahlung des verwendeten Spaltmaterials beeinträchtigt werden.
AC-Gast. |
|
 |
| McGuyver |
Verfasst am: 05. Apr 2025 12:54 Titel: Atomsprengköpfe entschärfen sich selbst. . . |
|
Meine Frage: Hi! In jedem Metall - jeder Metalllegierung und überhaupt in jedem Stoff mit kristallinem Aufbau finden ja ein Leben lang "Umstrukturierungen" statt. Diese werden mit zunehmender Lebensdauer immer geringer bis sie nur noch so langsam voran schreiten das praktisch gar nichts mehr geschieht. Jetzt hat mir unser Lehrer gesagt, dass es Schaltungen in Atomsprengköpfen gibt die man regelmäßig austauschen muss, weil diese eben durch diese Vorgänge nicht mehr funktionieren. Da wird dann ein Schalter 10 Mykrometer größer und funktioniert dann nicht mehr. Wobei mir 10 Mykrometer jetzt doch sehr viel erscheinen. Er meinte das er das irgendwann in einem Chemieforum im Internet gelesen hatte vor ein paar Jahren. Ist euch so etwas bekannt? stimmt das mit dem Entschärfen tatsächlich? Mir ist noch nie aufgefallen das sich bei irgend etwas eine sichtbare Veränderung eingestellt hat. Ich nehme an solche Veränderungen sind einfach zu gering um vom menschlichen Auge erfasst werden zu können. Da kommen mir aber 10 Mykrometer aber schon recht viel vor.
Meine Ideen: Bin gespannt auf eure Beiträge |
|
 |