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[quote="AC-Gast"]Die C-Si-Bindung bei R-Si-Verbindungen ist nur sehr schwer zu hydrolysieren,und nicht unter Freisetzung von Methan. Ein Silanol ist nicht besonders beständig,es erfolgt in der Regel rasche Kondensation.Auch ein Trialkoxysilanol wird,analog zu "Trimethylsilanol",zum Disiloxan kondensieren,bei ausreichend Wasser würde aber auch die Alkoxy-Gruppen durch Hydrolyse abgespalten. So ist von hieraus nicht zu sagen,was genau bei dir passiert sein könnte. AC-Gast.[/quote]
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AC-Gast
Verfasst am: 17. Feb 2025 12:45
Titel: Si-OH
Meine Angaben zu den Si-OH-Protonen sind ohne Gewähr,aber bei dem,was ich in der Literatur gesehen habe,erscheint es mir sehr unwahrscheinlich,daß bei dieser ungefähren Umgebung des Si (zwei Methylgruppen..) eine Verschiebung bis zu 10 ppm möglich ist.
Da mußt du mit den dir vorliegenden Infos zur Struktur selbst genauer recherchieren.
Und auch Dank an das Team von chemikerboard im Hintergrund,die es geschafft haben,den zugang und die Seiten wieder herzustellen.
AC-Gast.
Adders
Verfasst am: 12. Feb 2025 20:18
Titel:
Kann ich leider nicht weiter ausführen. Ich gehe aber davon aus, dass (wider Erwarten) phenolische Protonen für das Tieffeldsignal verantwortlich sind. Dafür ist der Hinweis der chemischen Veschiebung der potentiellen Si-OH Protonen viel Wert, danke! Ist ja interessant, dass die einfach dort erscheinen, wo auch alkyl C-OH zu finden sind.
Vielen Dank für deine Einschätzung!
AC-Gast
Verfasst am: 12. Feb 2025 12:35
Titel: Silanol
Habe mal etwas geschaut wegen der Silanole.
Es gibt schon gut isolierbare und charakterisierbare Verbindungen mit silanol-Funktion,die nicht zu Siloxanen kondensieren.
Dort sehe ich jedoch keine Si-OH-Protonen bei ca. 10 ppm,eher bei 2-5 ppm.
Und die Si-Me-Bindung wird nicht einfach hydrolysiert,da müßte man mild oxidativ heran gehen.
Ohne weitere Infos zur Struktur der vermuteten Verbindung,bzw. Edukte läßt sich von hier aus nicht mehr sagen.
Könntest du dies "
das über eine MeSi(OR)3 Gruppe vernetzt ist.
" näeher ausführen,sind die Alkoxy-Gruppen über C-C oder eine weitere C-O-Bindung mit der Hauptstruktur vernetze?
AC-Gast.
Adders
Verfasst am: 11. Feb 2025 17:57
Titel:
Alles klar, der Hinweis zur Hydrolyseunempfindlichkeit der Si-C Bindung hilft schon mal deutlich weiter. Danke! Ich versuche vielleicht einfach erstmal ein MS.
AC-Gast
Verfasst am: 11. Feb 2025 17:06
Titel: Silane
Die C-Si-Bindung bei R-Si-Verbindungen ist nur sehr schwer zu hydrolysieren,und nicht unter Freisetzung von Methan.
Ein Silanol ist nicht besonders beständig,es erfolgt in der Regel rasche Kondensation.Auch ein Trialkoxysilanol wird,analog zu "Trimethylsilanol",zum Disiloxan kondensieren,bei ausreichend Wasser würde aber auch die Alkoxy-Gruppen durch Hydrolyse abgespalten.
So ist von hieraus nicht zu sagen,was genau bei dir passiert sein könnte.
AC-Gast.
Adders
Verfasst am: 11. Feb 2025 16:10
Titel: Hydrolyse Trialkoxy-Methyl Silan
Hallo zusammen,
ich habe eine Reaktion, in der ein Molekül involviert ist, das über eine MeSi(OR)3 Gruppe vernetzt ist. Die Reaktion soll aber an anderer Stelle stattfinden (und tut das auch). Ich kann leider nicht wirklich weiter ins Detail gehen. Über die Reaktion sehe ich nun eine Veränderung des Signals der CH3 Gruppe im 1H NMR. Zuerst ist sie ca. bei 0 ppm, das Signal verschwindet dann aber und über die Reaktion entsteht ein neues bei etwa 10 ppm, das ich nicht ganz zuordnen kann. Vom Integral entspricht es 1H bezogen auf das siliziumhaltige Molekül. Es ist ziemlich breit und hat keine Kupplungen in HSQC oder HMBC (kann aber auch an der Breite liegen).
In der Reaktion wird Wasser gebildet und ich arbeite nicht trocken oder unter Schutzgas. Daher ist meine Überlegung, ob es möglich ist, dass die Si-C Bindung hydrolysiert wird und sich HO-Si(OR)3 bildet (+Methan). Die Si-O Bindungen scheinen aber nicht hydrolysiert zu werden.
Ist das realistisch? Würde unter neutralen Bedingungen mit wenig Wasser eher die Si-C oder Si-O Bindung hydrolysieren?
Wo würde man eine Hydroxylgruppe am Si im 1H NMR Spektrum finden?