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[quote="Nobby"]Zum ersten benutzt man heute kein offenes Feuer wie Bunsenbrenner, etc. zum Erwärmen mehr. Ein Wasserbad ist schon mal eine gute Idee. Zum zweiten, die Apparatur sollte weitgehend geschlossen sein, das keine Dämpfe entweichen, die vielleicht an einem elektrischen Funken sich entzünden können. Auf dem Destillierkolben sollte eine Vigreuxkolonne sitzen, damit sich schon viel Flüssigkeit bildet. Der Vorlagekolben in einem Eisbad setzen. Praktischer wäre natürlich ein Rotationsvetdampfer, da man ja eigentlich das Extrakt gewinnen möchte. Das ganze in einem Abzug setzten, damit nicht die Raumluft geschwengert wird.[/quote]
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AC-Gast
Verfasst am: 01. Jul 2024 16:24
Titel: Extraktion
Zitat:
Der Tipp mit Mehl und Wasser zur Abdichtung gefällt mir gut!
Alter Schwarzbrennertrick
Die Rückgewinnung des Acetons kann sinnvoll sein,du solltest das Destillat aber als solches kennzeichnen.Wenn du es öfter für die gleiche Extraktion verwendest,wäre es egal,ansonsten ist bei der oben genannten Apparatur u.U. nicht sicher,was da noch mit übergegangen ist.
AC-Gast.
Dout1
Verfasst am: 01. Jul 2024 15:47
Titel: Danke!
Vielen Dank für die Antworten!
Natürlich würde ich hier eine elektrische Heizquelle benutzen und die Sache nur im sehr gut belüftetem Raum oder draußen machen. Der Tipp mit Mehl und Wasser zur Abdichtung gefällt mir gut!
chemiewolf
Verfasst am: 30. Jun 2024 16:42
Titel: Re: Pflanzenstoffextraktion mit Aceton - Abdestillieren?
Dout hat Folgendes geschrieben:
Aceton hat mit 56 °C einen niedrigeren Siedepunkt, müsste daher mein Kühlwasser möglicherweise deutlich kälter sein oder die Kühlstrecke länger?
.
ja, die Kühlung ist hier schwieriger, beide Vorschläge von dir oder eine Kombi davon machen sie effektiver.
Dout hat Folgendes geschrieben:
Ein Aceton-Luft-Gemisch hat wahrscheinlich andere Eigenschaften, insbesondere im Hinblick auf seine "Explosionsfreudigkeit", als ein Alkohol-Luft-Gemisch. Habe ich hier eine deutlich erhöhte Explosionsgefahr im Vergleich zur Alkoholdestillation bzw. kann es sein dass mir nur aufgrund der für den Destillationsprozess nötigen zugeführten Wärme schon alles um die Ohren fliegt?
.
Immer wenn man brennbare Lösemittel destilliert sollte die Apparatur dicht sein. Eventuelle Undichtigkeiten kann man mit einem Gemisch aus Mehl und Wasser abdichten.
Nobby
Verfasst am: 30. Jun 2024 14:42
Titel:
Zum ersten benutzt man heute kein offenes Feuer wie Bunsenbrenner, etc. zum Erwärmen mehr. Ein Wasserbad ist schon mal eine gute Idee.
Zum zweiten, die Apparatur sollte weitgehend geschlossen sein, das keine Dämpfe entweichen, die vielleicht an einem elektrischen Funken sich entzünden können. Auf dem Destillierkolben sollte eine Vigreuxkolonne sitzen, damit sich schon viel Flüssigkeit bildet. Der Vorlagekolben in einem Eisbad setzen.
Praktischer wäre natürlich ein Rotationsvetdampfer, da man ja eigentlich das Extrakt gewinnen möchte.
Das ganze in einem Abzug setzten, damit nicht die Raumluft geschwengert wird.
Dout
Verfasst am: 30. Jun 2024 14:12
Titel: Pflanzenstoffextraktion mit Aceton - Abdestillieren?
Meine Frage:
Sehr geehrte Forumsgemeinde, ich bin hier ganz neu hier und möchte zunächst alle freundlich grüßen! :-)
Ich habe eine Apparatur hier, die sich zum Destillieren von Alkohol aus einer Maische eignet. Wenn man eine solche Destillation durchführen würde, müsste man ein wenig darauf achten, dass keine Funken oder Feuer zu nahe an das Alkohol-Luft-Gemisch heran kommt, damit einem die ganze Apparatur nicht um die Ohren fliegt.
Ich habe nun überlegt, ob man damit auch Aceton von einer Pflanzenstoffextraktion größtenteils zurückgewinnen könnte? Der Gedanke ist also, zunächst Aceton mit Pflanzenmaterial zu mischen und dann abzufiltrieren. Das Aceton-Pflanzenstoffgemisch würde ich dann in die Apparatur geben und ähnlich wie bei der Alkoholdestillation das Aceton abdestillieren. Hierzu habe ich folgende Fragen:
Aceton hat mit 56 °C einen niedrigeren Siedepunkt, müsste daher mein Kühlwasser möglicherweise deutlich kälter sein oder die Kühlstrecke länger?
Ein Aceton-Luft-Gemisch hat wahrscheinlich andere Eigenschaften, insbesondere im Hinblick auf seine "Explosionsfreudigkeit", als ein Alkohol-Luft-Gemisch. Habe ich hier eine deutlich erhöhte Explosionsgefahr im Vergleich zur Alkoholdestillation bzw. kann es sein dass mir nur aufgrund der für den Destillationsprozess nötigen zugeführten Wärme schon alles um die Ohren fliegt?
Ich wäre hier für praktische Hinweise dankbar! Natürlich ist mir klar, dass egal wie ihr mir hier antwortet ich für all mein Handeln selbst verantwortlich bin.
Gruß Dout
Meine Ideen:
Mein Ansatz hierzu wäre:
Behälter für die Destillation im Wasserbad halten, sodass das Extrakt nie mehr als 100 °C bekommen kann und möglicherweise eine Verlängerung der Kühlstrecke, das müsste ich prüfen. Ohne Hinweise von jemandem mit Ahnung möchte ich das aber nicht ausprobieren, da die Destillationsapparatur ein relativ großes Volumen hat (mehrere Liter), sodass hier im Falle einer Zündung des Aceton-Luft-Gemisches viel Schaden entstehen könnte.