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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 07. Feb 2010 20:45 Titel: Titration von Lebensmittel (Schwerpunkt Oxalsäure) |
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Hallo zusammen,
ich schreibe meine Facharbeit in Chemie und habe das Thema Oxalgehaltbestimmung in verschieden Lebensmittel anhand verschienden Titrationsmethoden.
Also erset Frage, wie kann ich das denn machen, wenn ich z.b Möhren und Rhabarer und Spinat testen will?. Erst erstmal mörseln und dann mit dest.Wasser erhitzen dann abfiltrieren und dann mit NaOh tritrieren ? Brauche ich dann nen Indikator ?
Lg Katja |
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TheBartman
Anmeldungsdatum: 09.07.2009 Beiträge: 665
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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08. Feb 2010 14:12 Titel: |
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hmhmm
also ich hab heute mal den Versuch gemacht mit Möhrensaft (Möhre pürriert, gefiltert, dest. Wasser drauf ) und NaOh und es ist voll schief gegangen. Hab das mit Lakmus und Bromtymolblau als Indikator probiert und nach 0,6 ml ist das schon grün umgeschlagen . Hmhmm ich verzweifle mom. Ich weiß auch garnicht wie ich das machen soll .Ich muss das auch mit Rhabarber und Spinat und Kakao machen . Aber welchen Indikator kann ich nehmen, wo ich den Farbumschlag hunder pro sehe ? |
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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08. Feb 2010 14:19 Titel: |
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Hab da mal auf der Metrohm seite geschaut aber irgendwie finde ich da nicht auf anhieb, was mir helfen könnte.
Kann ich den einen Versuch mit deer Oxalsäure und dem Spinat genauso mit Rhabarber und Kakao machen ? |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 4946 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 08. Feb 2010 15:36 Titel: |
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nie war mein motto in diesem forum bisher wahrer..
Hi,
vielleicht solltest du ehe du richtig loslegst da wirklich erstmal innehalten und dich sachkundig machen (was du hier ja grad versuchst)
du hast folgende probleme:
- vorbereitung der proben
hier gibts je nachdem was du bestimmen wilst verschiedenste verfahren die auch nicht ueber einen kamm geschert werden duerfen: die eine probe frierst du ein und moerstert sie dann, die andere wird einfach nur entsaftet, die dritte will pueriert und extahiert werden....
- isolation deiner inhaltsstoffe in eindeutiger weise:
z.b. einfach nur ne pH titration zu machen an moehrensaft ist total fuer die tonne: moehren enthalten halt nicht nur oxalsaeure, und natronlauge irgendwo draufzukippen und zu hoffen dass die nur mit der - ggf. nur als nebenbestandteil, moehren schmecken nicht auffaellig sauer - oxalsaeure reagiert ist mehr als optimistisch
naturprodukte sind in der regel unglaublich komplexe stoffgemische, und da musst du i.a. einiges an aufwand treiben um nur das zu messen was dich interessiert.
hauptsaeure in karotten ist z.b. mit ueber 30% am gesamten saeureinventar die aepfelsaeure (und nicht oxalsaeure): was also misst du wenn du die aepfelsaeure nicht zuvor beseitigt hast?
[das problem aepfelsaeure / oxalsaeure zu umschiffen koennte einer der gruende sein warum in dem von TheBartman verlinkten artikel zur redoxtitration gegriffen wurde (was dich offensichtlich erstmal nicht wirklich beeindruckt hat)]
- auswahl der analysemethode:
oxalsaeure laesst sich auf vielfaeltige weise bestimmen, und statt die zu titrieren koenntest du sie gravimetrisch bestimmen, oder derivatisieren und als ester chromatographieren, oder irgendwas photometrisches (gibt da bestimmt nen farbigen oxalsaeurekomplex) oder oder oder...
gerade wenn die eigenfarbe der probe den indikator stoert ist titration mal eben mit lackmus halt oft nicht das mittel der wahl
soderle. fuer dererlei probleme hast du nun aber einen gewaltigen vorteil: du bist nicht der erste der sich fuer sowas interessiert. "lebensmittelanalytik" ist das stichwort, und die entsprechende literatur fuellt ganze bibiliotheken.
und da man nicht mal eben das so parat hat (und du schon ziemliches glueck haben muesstest da jemanden zu finden der das dabei hat), wird dir wohl nix anderes uebrig bleiben als mal eine gutsortierte bibiliothek aufzusuchen und da zu recherchieren.
(ich meine damit nicht die stadtbuecherei um die ecke: da musst du schon an ne unibibiliothek oder sowas)
interessant fuer das problem "wo anfangen" kann es sein im internet zu googeln, und sich dann an artikeln / literatur an artikeln entlang weiter rueckwaerts voranzuhangeln.
z.b. hab ich hier am ende des artikels die interessante literaturstelle [4] gefunden, und wenn du die dort zitierte arbeit auftreiben kannst hast du seit 1995 sicherlich alles was es zur moehrenanalytik zu sagen gibt "rueckwaerts"
so. mithin, literaturarbeit ist angesagt
viel erfolg
ingo  _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibiliothek! |
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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08. Feb 2010 21:11 Titel: |
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ohjemine hab ich mir da was ausgesucht aber ich könnte doch den Versuch Oxalsäure mit Spinat und Rhabarber durchführen oder ? Steht zumindestens in so ner Versuchbeschreibung. Meine Lehrerin meinte, dass ich das mit Titrationen machen soll aber wie du schon gesgat hast, klappt das ja nicht wirklich .
Haben sich denn viele Leute schon mit solchen Sachen, wie ich sie jetzt machen muss, shcon beschäftigt? DIe nächste große Uni wäre die RWTH AAchen aberich weiß ja nicht ob ich da zugang bekommen kann .
Ich habe gedacht, dass ich ne Manganometrie anwenden kann bei dem Spinat und dem Rhabarber, gibt es da noch en andere Möglichkeit ?Also ich glaube ich schmeiße das mit dem Möhrenkram raus .
Wie ist das denn mit meinem Kakaopulver ?
Vielen Dank für die Hilfe |
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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08. Feb 2010 21:15 Titel: |
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was ist den bitte derivatisieren ? |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 4946 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 08. Feb 2010 21:53 Titel: |
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hi,
- im grunde hast du bei jedem deiner stoffe exakt die gleichen grundprobleme (wie beschrieben) - allerdings mit wahrscheinlich jeweils individuellen antworten: auch rhabarber z.b. enthaelt jede menge anderer saeuren + die saeuren im rhabarber sind lokal unterschiedlich verteilt (stengel ungleich blaetter), und im spinat ist z.b. die oxalsaeure (zumindest teilweise) an eisen gebunden und muss da erstmal runtergepruegelt werden , kakao ist ne matrix in der du definitiv nix mehr siehst wenn du net erst mal die zuckercouleur loswirst .. usw. usf.
wirklich, versuchs besser net im alleingang + mit "das rad neu erfinden", das geht schief
wg. bibiliothek: ich kann dir nur fuer Hamburg versichern dass hier jedermann zugang zur fachbereichsbibiliothek chemie (kostenlos) hat, und dass auch die Staatsbibiliothek in deinem fall sicher nicht zoegern wuerde dir einen unentgeltlichen zutritt zu gewaehren.
derivatisieren= "definiert etwas anderes daraus machen": du machst aus oxalsaeure etwas anderes, z.b. oxalsaeure-diethylester oder bariumoxalat oder oder oder... z.b. um es in dieser form definiert abzutrennen oder zu waegen, zu titrieren...
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibiliothek! |
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Katschka
Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 7
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Verfasst am: 09. Feb 2010 15:01 Titel: |
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was ist wenn ich nur den Rahbarber mit dem Spinat vergleiche ? |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 4946 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09. Feb 2010 15:30 Titel: |
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was zum henker ist dein problem?
ich schreib mir hier die finger wund und dann sowas....
scheust du den weg in die bibliothek , und suchst daher krampfhaft nach irgendwas das du mit "natronlauge druffstrullen, fertig" erledigen kannst?
kannst du natuerlich machen, von mir aus auch mit kirschen und spargel oder wildschweinen und apfelkrapfen
moeglicherweise nimmt dir deine lehrerin das sogar ab
aber mit lebensmittelanalytik hat das dann nix mehr zu tun
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibiliothek! |
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