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Zinkstab in Blei(II)-Nitrat-Lösung
 
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Crawling



Anmeldungsdatum: 31.08.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 31. Aug 2010 20:24    Titel: Zinkstab in Blei(II)-Nitrat-Lösung Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo wir haben uns nur im Buch diese Reaktion angeschaut, also:

Man taucht einen Zinkstab in ein Glas mit Blei(II)-Nitrat-Lösung.
An dem Stab bilden sich Bleiäste.
Ich soll dazu Text, Sizze und Reaktionsgleichung formulieren, habe jedoch nicht mal Ansatzweise Ahnung was passiert ist.
Bitte helft mir!

Meine Ideen:
Ich glaube es handelt sich um eine Redoxreaktion weil das momentan unser Thema ist
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 4946
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 31. Aug 2010 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

als anschubhilfe:

bei redoxreaktionen gehts immer darum dass irgendjemand einem anderen elektronen klaut, und der staerkere ist der sieger und zieht mit den elektronen vom platz

speziell bei metallen / metallsalzen gibts da sonne art "rangliste" (die erfolgreichsten raeuber stehen oben, die ewigen verlierer unten), die sog. "elektrochemische spannungsreihe"
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrochemische_Spannungsreihe
(mit liste)

und wenn du da mal reinguckst....


..kommen dir da ideen?


gruss

ingo

_________________
ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibiliothek!
Crawling



Anmeldungsdatum: 31.08.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 31. Aug 2010 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

hi danke für die antwort
ich vertehe diese spannungsreihe nicht so ganz sind die höchsten + geladenen stoffe die mit der stärksten anziehung auf die elektronen und die mit dem minus die schwächsten?
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 4946
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 31. Aug 2010 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

die, die ganz oben stehen, versuchen denen , die unter ihnen stehen, elektronen zu entreissen, wobei die die oben stehen dann die reaktion in der geposteten weise (also von inks nach rechts) durchlaufen, waehrend den untenstehenden die reaktion in "rueckwaerts", also von rechts nach links, aufgezwungen wird


konkret:

Blei (2+) steht mit der reaktion Pb2+ + 2 e- --> Pb oberhalb von Zink (2+) mit der reaktion Zn2+ + 2 e- --> Zn

--> blei setzt seinen willen durch, zink wird zum rueckwaertsgang gezwungen

--> es geschehen also folgende vorgaenge:
Pb2+ + 2 e- --> Pb ("vorwaerts")
Zn --> Zn2+ + 2 e- ("rueckwaerts")

unterm strich mithin:
Pb2+ + Zn --> Pb + Zn2+

beobachtung daher: aus der blei-(II) salzloesung scheidet sich das elementare blei nach redoxreaktion als "bleiaeste" auf dem zinkstab ab (von dem ein teil zuvor als zink-(II)- ionen in loesung gegangen ist, mithin dann als zink-II-chloridloesung rummschwimmt)

gruss

ingo

_________________
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Crawling



Anmeldungsdatum: 31.08.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2010 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

danke!
das hat mir sehr geholfen!
aber ich verstehe nicht warum die ganzen blei atome zusammenhängen, also diese kette bilden?!
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 4946
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2010 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

"freie atome" sind i.a. (mit ausnahme der edelgase) sehr reaktive dinger, und sie gehen chemische verbindungen ein wann immer ihnen das moeglich ist, notfalls dann eben mit ihresgleichen.
blei ist da keine ausnahme.

blei gehoert - wie der weit ueberwiegende teil aller atomsorten - zu den metallen, und metalle zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einer solchen situation dann "metallbindungen" machen, was nix anders bedeutet als dass sie miteinander reagieren und sich zu riesenmolekuelen zusammenfinden = polymerisieren.
das ergebnis ist dann das was du z.b. als "eisen" kennst: ein riesenklotz der auch gene mal aus mehreren 1023 atomen besteht und ein einziges molekuel darstellt.

daher die ausbildung makroskopisch sichtbarer strukturen, in deinem fall die "aeste". und diese entstehen halt dort wo aus den "individualisten " Pb-(II) ion eben das kollektiv "Blei-markomolekuel" generiert wird: an der zinkobertflaeche naemlich

gruss

ingo

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