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Reaktion Kalk mit Essigsäure
 
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Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2007 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

haaalloo=)
ihr redet hier nun ja schon sehr genau über das entkalken, aber iwi steig ich da nicht so durch^^ Hilfe kann mir ma jmd biiiittee genau erklären was bei der reaktion von esigessenz und kalk entsteht und was da vor sich geht?

daanke=)
Lord Sulfur



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 340
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2007 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kalk ist eine Verbindung aus einem Kohlensäurerest und Calcium.
Ca + H2CO3(Kohlensäure) --> CaCO3(Kalk) + H2

Man kann die Kohlensäure wieder aus dem Kalk austreiben, indem man eine stärkere Säure mit dem Kalk reagieren lässt. Die stärkere Säure gibt positiv geladene Wasserstoffionen an den negativ geladenen Kohlensäurerest(das Carbonation, CO32-) ab. Dadurch wird das Carbonation wieder in normale Kohlensäure umgewandelt. Die Säure, die die Wasserstoffionen abgegeben hat, ist jetzt nur noch ein negativ geladener Säurerest. Dieser ersetzt das Carbonation.

Calcium-Kohlensäurerest + Säure --> Calcium-Säurerest + Kohlensäure

Der Trick dabei ist, dass Calciumcarbonat in Wasser nur schwer löslich ist. Deshalb kann man es nicht einfach abwaschen. Es gibt aber viele andere Calcium-Säurerest-Verbindungen, die sehr wohl in Wasser löslich sind. Man muss also nur das Carbonation austauschen gegen ein anderes geeignetes Säureion, um eine wasserlösliche Verbindung zu erhalten, die man einfach wegwaschen kann. Eine dieser möglichen Verbindungen wäre zum Beispiel Calciumacetat - also Calcium, an dem ein Essigsäurerest hängt. Dieses erhält man einfach(so wie oben beschrieben) durch Reaktion von Essigsäure mit Calciumcarbonat. Essigsäure hat nämlich eine COOH-Gruppe. Das H von der COOH-Gruppe kann abgespalten werden. Es wandert zum Carbonat und macht daraus wieder normale Kohlensäure.
2 CH3COOH + CaCO3 --> Ca(CH3COO)2 + H2CO3
Das Calciumacetat kann jetzt einfach weggewaschen werden und die Kohlensäure zerfällt, wie man es vom Sprudel kennt, in Kohlendioxid und Wasser.
H2CO3 --> CO2 + H2O
Wegen dem entstehenden Kohlendioxid blubbert die Pampe bei der Reaktion.
Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

vielen dank, das hat mir sehr geholfen...
nun hatten wir noch die aufgabe, einen rostigen nagel in essigsäure zu legen und zu dieser reaktion eine gleichung aufzustellen. was genau passiert da? es bilden sich wasserlösliche salze oder?
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Was passiert denn, wenn Du einen Eisennagel in Salzsäure legst?
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Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

ich hab ka aba bei essigsäure geht der rost dann ja halt weg...aber ich brauch nun die reaktionsgleichung davon=)
Lord Sulfur



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 340
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn ein rostiger Nagel chemisch gesehen? Welche Verbindung ist es?
Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Der Nagel ist ein Metall, in diesem Fall Kupfer oder Eisen, und Rost ist ein Produkt, das aus Eisen oder Stahl durch eine Oxidation mit Sauerstoff ensteht, wobei auch Wasser in der Gegenwart sein muss.
Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Aber was passiert während der Reaktion und wie ist die Gleichung?
Ich hab keine Ahnung unglücklich
Michael aus Nbg



Anmeldungsdatum: 12.08.2004
Beiträge: 1927
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

@Mucki:

Welche Formel hat den Rost? und Welche Formel hat blankes Eisen? Dann weist du schon mal was passiert, mit dem wissen um das entkalken solltest du dan so ungefähr schon mal ne Ahnung haben.

Gruß Michael

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Mucki



Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Eisen ist Fe, die Formel von Rost weiß ich eben nicht, das ist mein Problem... Hilfe
Michael aus Nbg



Anmeldungsdatum: 12.08.2004
Beiträge: 1927
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2007 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

@Mucki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rost
http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/////fragen/frage-45.htm

hat ungefähr 30 sekunden in google gedauert. :-)

Wenn wir Dir hier helfen sollen (und das wollen wir auch), dann solltest du zumindest etwas mehr Einsatz zeigen als nur "Ich weiss es nicht"

Gruß Michael

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ekel
Gast





BeitragVerfasst am: 01. März 2011 18:19    Titel: eisen Antworten mit Zitat

eisen ist ja zwei- und dreiwertig
intuitiv weiss ich, dass Fe2O3 richtig ist, aber warum eigetnlich nicht FeO?
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11648
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01. März 2011 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

guck dir mal die redoxpotentiale an: eisen-II ist in wasser eigentlich instabil, und wird nur kinetisch halbwegs stabilisiert

gruss

ingo

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ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek!
Amalia
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Jul 2012 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Rost: FeO oder Fe2O3 oder FeO(OH) oder Fe(OH)3..... FeO + CH3COOH --> FeCH3COO + 1/2 H2O
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11648
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Jul 2012 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Amalia hat Folgendes geschrieben:
Rost: FeO oder Fe2O3 oder FeO(OH) oder Fe(OH)3..... FeO + CH3COOH --> FeCH3COO + 1/2 H2O


wie meinen?


und ansonsten: rost wird oft verkuerzt als z.b. eisen +III-hydroxid verformelt, da die algemeinere und wohl zutreffendere formel fuer den mischmasch des statistisch variablen eisen-II-eisen-III-oxid-hydroxid-polyhydrats ziemlich unhandlich bis unuebersichtlich ist.

jedoch, wie auch immer: bei umsetzung von rost mit essigsaeure entsteht in gegenwart von luft mit sicherheit kein eisen-I-acetat, denn die oxidationsstufe +I ist bei eisen in der chemie voellig unbekannt.

daher, besipielsweise:
Fe(OH)3 + 3 CH3COOH --> Fe(CH3COO)3 + 3 H2O

gruss

ingo

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LiveYoung
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Okt 2012 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:
guck dir mal die redoxpotentiale an: eisen-II ist in wasser eigentlich instabil, und wird nur kinetisch halbwegs stabilisiert

gruss

ingo


Entschuldigt das Ausgraben von Leichen!

Was ist hier mit "kinetisch halbwegs stabilisiert" gemeint? Höre häufiger was von kinetischem und thermodynamischem Produkt und kinetisch bzw. thermodynamisch gehemmt.

Gruß
Daniel35



Anmeldungsdatum: 10.09.2012
Beiträge: 1127

BeitragVerfasst am: 13. Okt 2012 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man chemische Reaktionen betrachtet, spielt einersiets die Thermodynamik und andererseits die Kinetik eine große Rolle.
Die Thermodynamik gibt vor, was überhaupt geschehen kann. Aber die Kinetik verrät, wie schnell dass dann geschiet.
Und eine Reaktion, bei der erst nach 100.000 Jahren ein Gleichgewichtszustand erreicht wurde, ist praktisch auch meist irrelevant.

Der Grund ist, dass die Thermodynamik nur Anfangs- und Endzustand betrachtet und vergleicht. Die Kinetik kümmert sich dagegen um den Weg zwischen den Zuständen.
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