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Gaschromatographie
 
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Rotfuchs



Anmeldungsdatum: 06.06.2017
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25. Nov 2017 21:47    Titel: Gaschromatographie Antworten mit Zitat

Hi smile

Ich hab versucht, mir die Gaschromatographie vereinfacht zu erklären und das ist dabei rausgekommen:

Also allgemein verwendet man die Gaschromatographie zum "Aufspalten" von Verbindungen in die Einzelkomponenten (wenn ich das richtig verstanden hab). Man spritzt eine geringe Menge der unbekannten Substanz in die Trägersäule, in der sich auch schon ein Trägergas befindet und aufgrund der hohen Temperaturen verdampft die Substanz und vermischt sich mit dem Gas - die Mischung wird aufgetrennt. Schließlich mündet die Trennsäule in einen Detektor (FID), welcher die Signale umwertet und sie als Peaks in einem Diagramm sichtbar macht.

Stimmt das so ungefähr?

Mit freundlichen Grüßen, Rotfuchs
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 10990
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 25. Nov 2017 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

sagen wir so: das ist schonmal ne brauchbare ausgangsvorstellung


was mir in deiner kurzvorstellung aber dann dennoch etwas fehlt ist das stichwort "verteilungsgleichgewicht" (o.ae.) , gefolgt von den begrifflichkeiten "stationaere phase / mobile phase"

im einzelnen:

wenn du zwei "medien" hast ( beispw. ein gas(hier: mobil) ueber einem traegermaterial (hier: stationaer)), dann wird eine substanz sich gem. ihrer individuellen eigenschaften auf diese beiden verteilen (also z.b. einen gewissen dampfdruck im gasraum haben i.v.m. einer gewissen konzentration im/am traegermaterial).
[die dampfdruecke und traegermaterial-belegungseigenschaften haengen von diversen faktoren ab: temperatur, spezielle art des traegermaterials (...) , aber das sind jetzt feinheiten]

wir haben es hier also mit einer typischen absorptions-/desorptionssituation zu tun, die durch eine entsprechende gleichgewichts-einstellung ( resp. das bestreben, eine solche zu erreichen) gekennzeichnet ist.

... und das ganze wird jetzt dadurch gestoert, dass das traegergas (mobile phase) halt von der ein seite ("inlet") zur anderen seite ( detektor) durch die innen beschichtete glaskapillare (stationaere phase) durchgepruegelt wird, und dabei denjenigen teil der substanz der grad zufaellig verdampft ist dann ein stueckchen mitnimmt (bis der sich halt wieder auffm traegermaterial (jetzt jedoch ein stueckchen weiter hinten in der kapillare) niederlaesst) : die substanz wechselt also permanent zwischen stationaerer phase ( ortsverbleib) und mobiler phase ( vortrieb), und zwar viele tausende mal auf ihren weg durch sonne typische GC saeule ["theoretische boeden"]

mithin: die substanz "wandert stolpernd" durch die kapillare, und zwar mit einer individuellen mittleren geschwindigkeit die hauptsaechlich durch ihre affinitaet zum traegermaterial gekennzeichnet ist

effekt: hast du also zwei ( oder mehr) verschiedene substanzen die gleichzeitig gestartet sind, so werden die sich ueber die strecke ( wir reden hier z.b mal ueber 30 m glaskapillare) unterschiedlich schnell hinueberbequemen, und somt dann auch zeitaufgeloest ( und somt eben substanzaufgeloest) hinten am detektor ankommen


soderle: besonders vereinfacht war das jetzt grad nicht ( aber auch bei weitem keineswegs gruendlich oder gar ausfuehrlich: da kannste ganze buecher drueber schreiben)
... aber es erschien mir eben wichtig zumindest mal anzudeuten , wie genau die eigentliche auftrennung denn nun ursaechlich funktioniert, welcher effekt da verantwortlich ist / genutzt wird


gruss

Ingo

_________________
ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek!
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