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PH- und Pks Wert berechnen
 
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JanaGa
Gast





BeitragVerfasst am: 02. Okt 2014 05:56    Titel: PH- und Pks Wert berechnen Antworten mit Zitat

100 ml Lösung entstanden aus 0,168 g Cu(No3)2 und Wasser hat einen PhWert von 4,40.
1) Wie sieht die Reaktionsgleichung aus?
Cu(No3)2 + H2O = Cu(No3)2* H2O ????????
2) Wie berechne ich den PKs Wert der 1. Protolysestufe?
3) We ist der Ph-Wert, ab dem Cu(II)hydroxid aus einer Lösung mit c(cu2+)= 1,03*10^-2 mol(l ausfällt. (Kl 25Grad = 1,6* 10^-19)
4) Kupfer(I)oxid wird bei 20 Grad C in eine Cu^2+ Lösung mit c= 0,01 mol/l suspendiert (Kl(CuOH) = 1,0 * 10^-15). wie ist der PH.Wert, ab dem Kupfer I-Oxid in wässriger Lösung stabil ist. Welchen Einfluss hat die Temperatur? Wie ändert es sich wenn ich die 50 oder 100 Grad statt 20 Grad verwende).
ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 02. Okt 2014 07:51    Titel: Re: PH- und Pks Wert berechnen Antworten mit Zitat

JanaGa hat Folgendes geschrieben:
100 ml Lösung entstanden aus 0,168 g Cu(No3)2 und Wasser hat einen PhWert von 4,40.
1) Wie sieht die Reaktionsgleichung aus?
Cu(No3)2 + H2O = Cu(No3)2* H2O ????????
2) Wie berechne ich den PKs Wert der 1. Protolysestufe?
.








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Friedrich Karl Schmidt
ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 02. Okt 2014 08:25    Titel: Re: PH- und Pks Wert berechnen Antworten mit Zitat

JanaGa hat Folgendes geschrieben:
3) We ist der Ph-Wert, ab dem Cu(II)hydroxid aus einer Lösung mit c(cu2+)= 1,03*10^-2 mol(l ausfällt. (Kl 25Grad = 1,6* 10^-19)





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Friedrich Karl Schmidt
JanaGa
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 07:02    Titel: Antworten mit Zitat

Danke.

Muss es bei 2 nicht pKS statt KS heißen?

Und wie muss ich bei 4 vorgehen?
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Muss es bei 2 nicht pKS statt KS heißen?

nein: das MWG in der ka'schen darstellung ( und es ist fuer das anstehende problem die uebliche, richtige) wird mit dem k-wert formuliert

Zitat:
Und wie muss ich bei 4 vorgehen?


gute frage, denn:
Zitat:
wie ist der PH.Wert, ab dem Kupfer I-Oxid in wässriger Lösung stabil ist.

kupfer(I)oxid ist in waessriger loesung nie stabil, da das anion, mithin das O2- , im waessrigen praktisch inexistent ist (pKb (O2-) ca. + 15 )

du wirst also stets eine loesung von kupfer(I)hydroxid erhalten wenn du versuchst, kupfer(I)oxid in loesung zu bringen:
Cu2O + H2O 2 Cu+(aq.) + 2 OH-


mithin:
du musst die aufgabenstellung wohlmeinend interpretieren wenn du da etwas bearbeiten willst (oder es komplett sein lassen). mein vorschlag:

eine suspension von Cu2O in wasser wird genau dann stabil sein, wenn der kern aus dem kupferoxid durch eine passivierende schicht aus kupferhydroxid geschuetzt ist, die sich nicht mehr aufloest ( z.b. da der pH ueber das KL dies verhindert )

hierzu benoetigst du jedoch entweder eine initiale Cu+ konzentration gegen die zu betrachten ist (die angabe der Cu2+ ist hier wenig hilfreich, es sei denn du solltest hier auch noch irgendwelche redoxgleichgewichte Cu+/Cu2+ mit in ansatz bringen, zu denen dir jedoch jede info fehlt), oder aber eine z.b. max. stoffmenge an kupfer(I) oxid die zunaechst uebern deister gehen darf ehe "stabilitaet" einkehren soll

fuer beides fehlen dir jedoch abermals die werte : ich halte die aufgabe daher insoweit fuer nicht mehr sinnvoll weiter bearbeitbar


ansonsten:
Zitat:
Welchen Einfluss hat die Temperatur? Wie ändert es sich wenn ich die 50 oder 100 Grad statt 20 Grad verwende).

grundsaetzlich gilt fuer die K-werte in solchen berechnungen

G = - RT ln K

gehst du nun davon aus, dass sich G im betrachteten temperaturintervall nur wenig, also nur vernachlaessigbar aendert (behandelst es mithin als konstant genug), so ergibt sich fuer die temperaturabhaengigkeit des K werts gut-naeherungsweise



... und nun kannst du bequem berechnen was geschieht, wenn du von bekanntem K(T1) = K(298 K) dann zu T=323 K oder T=373 K wechselst
(wobei eine waessrige loesung bei 100°C betrachten zu sollen schon wieder weitere fragezeichen provoziert)



gruss

Ingo

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ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
wie ist der PH.Wert, ab dem Kupfer I-Oxid in wässriger Lösung stabil ist.


kupfer(I)oxid ist in waessriger loesung nie stabil, da das anion, mithin das O2- , im waessrigen praktisch inexistent ist (pKb (O2-) ca. + 15 )



Worauf es hier aber nicht ankommt. Denn die Existenz eines Löslichkeitsgleichgewichts dieser Art



wird für eine Berechnung nicht benötigt.

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Friedrich Karl Schmidt
ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

JanaGa hat Folgendes geschrieben:


Und wie muss ich bei 4 vorgehen?


Hier bitte ich um den vollständigen Originaltext der Aufgabe. Was ich im Übrigen nach meiner Erinnerung schon getan hatte, nur scheint der diesbezügliche Beitrag irgendwie abhanden gekommen zu sein.

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Friedrich Karl Schmidt
ka



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Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="magician4"]
Zitat:

Zitat:
Welchen Einfluss hat die Temperatur? Wie ändert es sich wenn ich die 50 oder 100 Grad statt 20 Grad verwende).

grundsaetzlich gilt fuer die K-werte in solchen berechnungen

G = - RT ln K

gehst du nun davon aus, dass sich G im betrachteten temperaturintervall nur wenig, also nur vernachlaessigbar aendert (behandelst es mithin als konstant genug), so ergibt sich fuer die temperaturabhaengigkeit des K werts gut-naeherungsweise





Für eine solche Näherungskonstruktion sehe ich keinen Anlass. Leitet man nämlich die vorstehend zitierte Beziehung nach der Temperatur ab, so erhält man :



Da die Reaktion, bei der es mMn nur um diese gehen kann



, nur exotherm sein kann, wenn sie denn möglich ist, kann der Wert der Gleichgewichtskonstanten bei steigender Temperatur nur abnehmen und die beiden Ionenkonzentrationen im Gleichgewicht demzufolge nur zunehmen.

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Friedrich Karl Schmidt
JanaGa
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BeitragVerfasst am: 03. Okt 2014 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist der Originaltext der Aufgabe
magician4
Administrator


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Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

ka hat Folgendes geschrieben:
magician4 hat Folgendes geschrieben:

kupfer(I)oxid ist in waessriger loesung nie stabil, da das anion, mithin das O2- , im waessrigen praktisch inexistent ist (pKb (O2-) ca. + 15 )


Worauf es hier aber nicht ankommt. (...)


dass die inexistenz einer zielsituation fuer die beurteilung ihrer randbedingungen irrelevant sein soll, erschliesst sich mir nicht.

es gibt keinen pH bei dem eine Cu2O - loesung stabil waere

Zitat:
(...)Denn die Existenz eines Löslichkeitsgleichgewichts dieser Art

wird für eine Berechnung nicht benötigt.

ich habe doch auch nie behauptet dass man es z.b. ueber einen solchen weg berechnen koennte: ich habe lediglich benannt was stattdessen passiert

m.a.n. gibt es da ueberhaupt nix zu berechnen, aus o.g. gruenden

...aber wenn Sie da einen weg sehen die pH-randbedingungen einer stabilen loesung aus Cu+ , O2- und/in wasser zu kalkulieren : ich bin gespannt

ka hat Folgendes geschrieben:

Da die Reaktion, bei der es mMn nur um diese gehen kann



, nur exotherm sein kann, wenn sie denn möglich ist, (...)

- ich stimme Ihnen zu, dass mutmasslich genau diese reaktion "irgendwie" betrachtet werden sollte.
- in welchem zusammenhang die aufgabenseitig genannte c0(Cu2+) hier hilfreich sein sollte erschliesst sich mir trotz alledem nicht

- auch wenn es im vorstehenden fall so sein sollte ( und m.w.n. auch so ist) dass diese reaktion exotherm ist, so ist dies doch gleichwohl nicht offenkundig (m.a.w.: es gibt eine reihe von faellungs- / uebersaettigungsreaktionen, die nicht exotherm sind, und bei denen sodann die loeslichkeit mit steigender temperatur abnimmt , nicht zunimmt. NaCl / wasser ist hier das wohl bekannteste beispiel... )

insofern steht Ihre argumentation m.a.n. auf toenernen, wenngleich zufaellig dennoch stabilen fuessen
... und ich hab schlussendlich nichts anderes getan, als den allgemeineren zusammenhang zu liefern, ohne eine naehere qualifizierung von H zu benoetigen.


gruss

Ingo

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ka



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Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:
ka hat Folgendes geschrieben:
magician4 hat Folgendes geschrieben:

kupfer(I)oxid ist in waessriger loesung nie stabil, da das anion, mithin das O2- , im waessrigen praktisch inexistent ist (pKb (O2-) ca. + 15 )


Worauf es hier aber nicht ankommt. (...)


dass die inexistenz einer zielsituation fuer die beurteilung ihrer randbedingungen irrelevant sein soll, erschliesst sich mir nicht.


Was immer Sie unter "Zielsituation" verstehen, Nach meinem Verstehen des Aufgabentextes geht es nicht um die Bildung einer von CuOH- Fällung, sondern um eine Fällung in Form von Cu2O gemäß



bzw. deren Umkehrung.

Was Ihrem Interpretationsvorschlag im Ansatz entspricht , nur geht es dann bei Ihnen so weiter:

Zitat:
eine suspension von Cu2O in wasser wird genau dann stabil sein, wenn der kern aus dem kupferoxid durch eine passivierende schicht aus kupferhydroxid geschuetzt ist, die sich nicht mehr aufloest ( z.b. da der pH ueber das KL dies verhindert )


Mal abgesehen davon, dass kinetische Argumentationen bei Gleichgewichtsbetrachtungen nicht weiterhelfen, ist hier die Suspension von Cu2O stabiler als CuOH , so dass dieser Zerfall stattfindet :



Was allerdings der Aufgabensteller nicht nur nicht richtig gewusst hat, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach systematisch falsch gedacht hat, indem er die Vorstehende Reaktion als ein bei Standardbedingungen existierendes Gleichgewicht gesehen hat, , was aber schon deshalb nicht möglich ist, weil alle beteiligten Stoffe hier als Reinstoffe anzusehen sind , so dass Gleichgewicht ( Standarddruck vorausgesetzt ) nur bei einer bestimmten Temperatur herrschen könnte. Diese aber wohl kaum ausgerechnet T = 298 K sein würde.

Im Übrigen erschließt sich mir auch diese Aussage nicht

Zitat:
pKb (O2-) ca. + 15


Was mMn ein Vorzeichenfehler sein dürfte und deshalb von mir erst einmal nicht angesprochen worden ist

Zum Übrigen ein weiterer Beitrag, denn ich muss erst einmal das bis jetzt Geschriebene loswerden, bevor es mir möglicher Weise verreckt.

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Friedrich Karl Schmidt


Zuletzt bearbeitet von ka am 04. Okt 2014 15:33, insgesamt einmal bearbeitet
ka



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BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

JanaGa hat Folgendes geschrieben:
Das ist der Originaltext der Aufgabe


Wenn es denn so sein sollte, dann ist zumindest die Angabe einer Cu2+ - Konzentration falsch. Was aber ein Schreibfehler sein dürfte und wohl Cu+ - Konzentration heißen sollte.

Zu dem systematischen Fehler, dem der Aufgabensteller aufgesessen sein dürfte, finden Sie in meinem vorhergehenden Beitrag einiges zu lesen. Wenn Sie mir " Amt und Würden " des Aufgabenstellers nennen und die Lehrveranstaltung näher beschreiben , kann ich dessen Erwartungshorizont besser beurteilen und ggfs. die Aufgabe diesem Erwartungshorizont entsprechend lösen.

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magician4
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BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Im Übrigen erschließt sich mir auch diese Aussage nicht

Zitat:
pKb (O2-) ca. + 15



Was mMn ein Vorzeichenfehler sein dürfte und deshalb von mir erst einmal nicht angesprochen worden ist


da haben Sie natuerlich recht, es ist mir ein vorzeichenfehler unterlaufen:
der pKb von O2- betraegt natuerlich ca. -15


ansonsten:

- ich denke wir sind uns darueber einig, dass das einbringen von Cu2O in eine waessrige matrix mit c0(Cu+) = 0 bei jedem pH zunaechst zu einer initialen "instabilitaet" fuehren muss (da zunaechst zumindest minimale konzentrationen an Cu+(aq.) dissoziativ generiert werden muessen )

- ich denke wir sind uns weiterhin darueber einig, dass irgendwelche vordotierungen der waessrigen matrix mit Cu2+(aq.) insoweit zunaechst einmal irrelevant sind


gruss

Ingo

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magician4
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
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BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn es denn so sein sollte, dann ist zumindest die Angabe einer Cu2+ - Konzentration falsch. Was aber ein Schreibfehler sein dürfte und wohl Cu+ - Konzentration heißen sollte.


Ihre wohlmeinende interpretation in allen ehren, jedoch: mir ist keine kupfer-(I) verbindung bekannt , von der man eine c (Cu+(aq.)) = 0.01 M loesung in wasser realisieren koennte, noch nicht einmal entfernt-naeherungsweise

... mal ganz davon abgesehen dass derart hohe Cu+ konzentrationen thermodynamisch instabil waeren bzgl. der disproportionierung zu Cu, Cu2+


gruss

Ingo

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Zuletzt bearbeitet von magician4 am 04. Okt 2014 16:00, insgesamt einmal bearbeitet
ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
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BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:



- ich denke wir sind uns darueber einig, dass das einbringen von Cu2O in eine waessrige matrix mit c0(Cu+) = 0 bei jedem pH zunaechst zu einer initialen "instabilitaet" fuehren muss (da zunaechst zumindest minimale konzentrationen an Cu+(aq.) dissoziativ generiert werden muessen )

- ich denke wir sind uns weiterhin darueber einig, dass irgendwelche vordotierungen der waessrigen matrix mit Cu2+(aq.) insoweit zunaechst einmal irrelevant sind



Zum zweiten Absatz "ja" und zum ersten Absatz deshalb "nein", weil die für Cu2+ angegebene Konzentration sich auf Cu+ beziehen dürfte und ich im Übrigen auch nicht glaube, dass Sie dies nicht längst genau so sehen, wie ich es hier darlege.

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Friedrich Karl Schmidt
magician4
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
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BeitragVerfasst am: 04. Okt 2014 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
(...)und ich im Übrigen auch nicht glaube, dass Sie dies nicht längst genau so sehen, wie ich es hier darlege.

da haben sich unsere beitraege ueberschnitten, und daher: aus den oben genannten gruenden war diese interpretation fuer mich bisher ausgeschlossen


gruss

Ingo

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ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 05. Okt 2014 01:55    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:


ka hat Folgendes geschrieben:

Da die Reaktion, bei der es mMn nur um diese gehen kann



, nur exotherm sein kann, wenn sie denn möglich ist, (...)


- auch wenn es im vorstehenden fall so sein sollte ( und m.w.n. auch so ist) dass diese reaktion exotherm ist, so ist dies doch gleichwohl nicht offenkundig (m.a.w.: es gibt eine reihe von faellungs- / uebersaettigungsreaktionen, die nicht exotherm sind, und bei denen sodann die loeslichkeit mit steigender temperatur abnimmt , nicht zunimmt. NaCl / wasser ist hier das wohl bekannteste beispiel... )

insofern steht Ihre argumentation m.a.n. auf toenernen, wenngleich zufaellig dennoch stabilen fuessen
... und ich hab schlussendlich nichts anderes getan, als den allgemeineren zusammenhang zu liefern, ohne eine naehere qualifizierung von H zu benoetigen.


Natürlich gibt es Salze, deren ( integrale !) Lösungsenthalpie negativ ist und deren Löslichkeit dennoch mit steigender Temperatur zunimmt. Gleichwohl bleibt auch hier gültig , dass bei mit steigender Temperatur zunehmender Löslichkeit die Lösungsenthalpie positv sein muss. Wobei aber zu beachten ist, idass es auf die Lösungsenthalpie für das Lösen des letzten Körnchen vor des Sättigung ankommt. Fachlich korrekt gesprochen ist es die sogenannte "Letzte ( natürlich differentielle ) Lösunsenthalpie " auf die es hier ankommt und die positiv sein muss, damit die Löslichkeit mit steigender Temperatur zunimmt.

Dass die differentielle Lösungsenthalpie mit zunehmender Sättigung das Vorzeichen wechseln kann, ist so ungewöhnlich nicht, denn eine nahezu gesättigte Lösung ist ein doch sehr verschiedenes "Lösungsmittel" im Vergleich zum reinen Wasser.

Aber dies nur am Rande. Der Grund, warum ich eine exotherme Reaktion hier für zwingend gehalten habe ist ein anderer : Wäre nämlich die Reaktion



( bei Standardbedingungen ) endothern, die Reaktionsenhalpie also positiv, dann könnte sie ( bei Standardbedigungen ) nicht eine negative GIBBS - Energie haben, da die Reaktionsentropie erkennbar negativ sein muss, alldieweil die Summe der molaren Entropien des reinen Wassers und des Feststoffes Cu2O kleiner sein dürfte , sollte , müsste als die Summe der molaren Entropien der im Wasser gelösten Ionen, zumal es sich hier auch noch um die im Vergleich zu H2O und Cu2O um doppelt so große Stoffmengen handelt.

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Friedrich Karl Schmidt
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
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BeitragVerfasst am: 06. Okt 2014 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
(...) alldieweil die Summe der molaren Entropien des reinen Wassers und des Feststoffes Cu2O kleiner sein dürfte , sollte , müsste als die Summe der molaren Entropien der im Wasser gelösten Ionen, (...)


eine persoenliche anmerkung zu dieser - im vorliegenden fall vermutlich sogar korrekten - abschaetzung: mich hat der fall des glaubersalz-wasser-systems*) da ehedem gelehrt, mit solchen erwartungshaltungen eher zurueckhaltend umzugehen.

daher ziehe ich oft den verbleib im allgemeinen vor


gruss

Ingo

*)
bis 30°C "ganz normal" zunehmende loeslichkeit mit der temperatursteigerung, oberhalb 30°C abnehmende loeslichkeit mit der temperatursteigerung.
aus oberhalb von 30°C uebersaettigten loesungen - was man durch eine schlichte temperaturerhoehung einer zunaechst bei 30°C gesaettigten loesung erreichen kann - faellt wasserfreies glaubersalz als feststoff aus

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ka



Anmeldungsdatum: 01.10.2012
Beiträge: 1835

BeitragVerfasst am: 13. Okt 2014 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:
mich hat der fall des glaubersalz-wasser-systems*) da ehedem gelehrt, mit solchen erwartungshaltungen eher zurueckhaltend umzugehen.

(....)

*)
bis 30°C "ganz normal" zunehmende loeslichkeit mit der temperatursteigerung, oberhalb 30°C abnehmende loeslichkeit mit der temperatursteigerung.
aus oberhalb von 30°C uebersaettigten loesungen - was man durch eine schlichte temperaturerhoehung einer zunaechst bei 30°C gesaettigten loesung erreichen kann - faellt wasserfreies glaubersalz als feststoff aus


Wenn das Lösungsverhalten bis 30°C "normal" ist, dann müsste es ja "oberhalb 30°C" nicht normal ein. Aber normal ist doch wohl, dass bei exothermer Lösungsreaktion die Löslichkeit mit steigender Temperatur abnimmt und wasserfreies Na2SO4 löst sich in exothermer Reaktion, während sich das Dekahydrat in ( warum wohl ) in endothermer Reaktion löst. An diesem Beispiel ist mMn weder etwas, was mich Neues lehren könnte, noch ist zu verstehen, was das mit meiner Überlegung zur Reaktionsentropie zu tun haben soll .

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Friedrich Karl Schmidt
JanaGa
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Nov 2014 14:48    Titel: Frage zu Aufgabeteil a) Antworten mit Zitat

Lautet die Reaktionsgleichung für a) nicht eigentlich:
Cu(NO3)2 • 6 H2O oder [Cu(H2O)4] (NO3)2 • 2 H2O

Oder kann mann Hier die 2* H2O ignorieren?

Jetzt hab ich zwar die Formel um den KS-Wert zu berechnen.
Aber wie berechne ich das mit Hilfe der in der Aufgabe gegebenen Daten (PH-Wert und Einwage Kupfer(II)Nitrat in 100 ml Lösung)?
Ich muss hier doch sicherlich einen Zahlenwert rausbekommen.
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Nov 2014 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Lautet die Reaktionsgleichung für a) nicht eigentlich:
Cu(NO3)2 • 6 H2O oder [Cu(H2O)4] (NO3)2 • 2 H2O

das ist keine reaktionsgleichung: das sind lediglich zwei alternative formulierungen fuer kupfernitrat-hydrat-komplexe

... und es ist fuer die bearbeitung der aufgabe soweit ich das sehe ziemlich egal, welcher der formulierungen du den vorzug gibst


Zitat:
Jetzt hab ich zwar die Formel um den KS-Wert zu berechnen.
Aber wie berechne ich das mit Hilfe der in der Aufgabe gegebenen Daten (PH-Wert und Einwage Kupfer(II)Nitrat in 100 ml Lösung)? (...)

das stichwort lautet hier "kationensaeure-reaktion" , und zu der stellst du zunaechst das ganz normale MWG auf ( und sodann nachfolgend um, ggf. unter nutzung einschlaegiger, plausibler naeherungsannahmen)


gruss

Ingo

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Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Nov 2014 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

ka stellte am Anfang dieses Threads die Reaktionsgleichung vom Kupfer(II)nitrat und zum Tetraaquakupfer(II)-Ion auf. Reagieren Cu2+ in Wasser nicht immer zu dem Hexaaquakupfer(II)-Ion? Und da anscheinend nicht, woher weiß ich wann es wozu wird?

Vielen Dank
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2014 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ka stellte am Anfang dieses Threads die Reaktionsgleichung vom Kupfer(II)nitrat und zum Tetraaquakupfer(II)-Ion auf.

kupfer-(II) reagiert (in hinreichend saurer matrix) mit wasser m.w.n. stets und immer zum [Cu(H2O)6]2+
(vgl. z.b. auch hier )

woher ka dort seine formulierung mit lediglich 4 wasser im komplex nimmt erschliesst sich mir nicht


gruss


Ingo

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Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Nov 2014 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Der Originaltext lautet übrigens:
Kupfer(I)-oxid wird bei einer Temperatur von 20°C in einer Cu2+-Lösung der Konzentration c= 0,01mol/L suspendiert. (KL(CuOH) = 1,0 ·10–15).
Berechnen Sie den pH-Wert, ab dem Kupfer(I)-oxid in wässriger Lösung stabil ist. Welchen Einfluss hat die Temperatur im Bereich von 0 °C bis 100°C? Zeichnen Sie einen Graphen!

Wie genau sieht der Ansatz dazu jetzt aus? Ich verstehe nicht wie die Cu2+ Ionen da hinein passen. Kann mir da jemand helfen?
Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Nov 2014 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ah danke, mir war nicht ganz klar warum sich das beim Kupfer(II)nitrat anders verhalten sollte als beim Kupfersulfat.
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2014 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

... und ansonsten umfasst der aufgabentext zu ICHO 2-4 insgesamt die unterpunkte (a) bis (f) soweit mit bekannt, und es spielen mal Cu(II)-species, mal Cu(I) species und manchmal auch ein mix aus alledem eine rolle (wobei man halt aufpassen muss, was jetzt grad wozu gehoert).

naeheres findet sich uebrigens in dem einen oder anderen thread auch hier im forum...


gruss

Ingo

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Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das Forum ein wenig durchforstet, aber nichts zu der oben erwähnten Aufgabe f gewonnen, nur zu den Teilaufgaben davor. Wenn es doch einen Thread geben sollte würde ich mich über einen Link freuen.

Falls nicht würde ich mich über Hilfe beim Ansatz dieser Aufgabe freuen, mir ist nicht ganz klar was die Cu2+ Teilchen in der Suspension zu tun haben.

Vielen Dank
CV



Anmeldungsdatum: 31.10.2014
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht ja insgesamt hier um die Disproportionierung von Kupfer. Stell dir also vor, du hast eine Anfangskonzentration an Cu2+ Ionen und gibst Kupfer(I)oxid hinzu. Wie wird sich das auf die Disproportionierung auswirken? Was würde ohne die Anfangskonzentration an Cu2+ passieren?
Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Naja durch das Kupfer(II) wird die Synporportionierung gefördert, also die Rückreakton, und ohne das CU(II) halt nicht.
CV



Anmeldungsdatum: 31.10.2014
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Und das heißt nun ganz konkret?
Kann denn Cu2+ einfach so synproportionieren?
Gast38
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Naja ne, es ist ja kein elementares Kupfer da.
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11270
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 22. Nov 2014 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich habe das Forum ein wenig durchforstet, aber nichts zu der oben erwähnten Aufgabe f gewonnen, nur zu den Teilaufgaben davor. Wenn es doch einen Thread geben sollte würde ich mich über einen Link freuen.
http://www.chemikerboard.de/topic,14958,-ph-wert-berechnen.html

hinweis: wenn man das ganze so wie in dem thread von mir vorgeschlagen dann entwickelt + zusammenfummelt, erlebt man gewisse ueberraschungen

es steht also nicht alles bereits in dem thread was es zu dieser aufgabe zu sagen gaebe

gruss

Ingo

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