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Iod reagiert mit Natronlauge
 
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Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 17:40    Titel: Iod reagiert mit Natronlauge Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hey Leute,

ich verstehe diese Aufgabe einfach nicht richtig. Gegeben ist dass Iod mit Natronlauge reagieren soll.
Iodid und Iodationen sollen dabei gebildet werden..

Meine Ideen:
Bisher siehts so aus:

I2+NaOH ->I^- +IO3^-

Reduktion: I2+2e^- -> 2I^- Die stimmt glaube ich bisher.

Oxidation: I2+NaOH+7OH^- -> 2IO3^- +5e^- +Na
So ist auf beiden Seiten nun eine Ladung von -7! Aber ich schaffe es nicht dass auf beiden Seiten die gleichen Atome sind.

Auf der linken sind ja 8 O Atome und 8H Atome. Auf der rechten 6 O Atome und kein H. Also eine differenz von 2 O und 8 H Atomen.

Ich schaffe es nun nicht auszugleichen, ohne dass sich die Ladung irgendwie ändert...

Hoffe das mir jemand helfen kann, Danke!
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11714
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

die gesuchte halbgleichung :

I2 + 12 OH- --> 2 IO3- + 2*5 e- + 6 H2O

herleitung:

(a) betrachtung zu edukten, produkten:
- iod hat als elementares iod die oxidationsstufe null
- iodat IO3- laesst sich analytisch als I(+V) + 3 O2- formulieren, weshalb es die oxidationsstufe + V hat

(b) betrachtung zu ausgetauschten elektronen:
I --> I(+V) + 5 e-
I2 --> 2 I(+V) + 10 e-

(c) ergaenzen um fuer die entstehenden anionen benoetigten oxid-dianionen (H2O = O2- + 2 H+ ) , 2*3 = 6 stueck:
I2 + 6 H2O--> 2 IO3- + 12 H+ + 10 e-

(d) beruecksichtigen, dass dies alles in alkalischer matrix geschieht, mithin protonen in der schlussbilanz nicht aufzutauchen haben ["abfangen" der protonen mit OH- : OH- + H+ --> H2O ] , 12 mal:
I2 + 6 H2O + 12 OH- --> 2 IO3- + 12 H2O + 10 e-

(e) "kuerzen " der links wie rechts auftretenden wasser:
I2 + 12 OH- --> 2 IO3- + 6 H2O + 10 e-

bzw.
I2 + 12 NaOH --> 2 NaIO3 + 6 H2O + 10 Na+ + 10 e-


--> voila!


gruss

ingo

_________________
ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek!
Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

danke für die Antwort, allerdings ist mir dasmit der Natronlauge jetz noch nicht klar.
Wir machen es so dass wir die Oxidationsgleichung am Ende mit der Reduktionsgleichung addieren für die Redoxreaktion.

Wenn also meine Reduktionsgleichung: I2+2e^- -> 2I^- ist
und meine Oxdidationsgleichung:I2 + 12 OH- -->2 IO3- + 2*5 e- + 6H2O ist.

Wäre die Redox wenn ich die Reduktionsgleichung x5 nehme und die Oxi. mal 2 :
7I2 +24OH- ---> 10 I^- +4IO3- +12H2O

Richtig soweit?
Aber wohin kommt nun das NaOH, zur Reduktionsgleichung oder zur Oxi. ?
Habe mir deine Lösungen angesehen, aber die Aufgabenstellung sagt ja dass NaOH mit drinnen sein muss und I- und IO3- rauskommen muss...
Cyanose



Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 135
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Sey hat Folgendes geschrieben:
Wäre die Redox wenn ich die Reduktionsgleichung x5 nehme und die Oxi. mal 2

Warum willst du die Oxidationsgleichung mit 2 multiplizieren? kgV(2;10)=10!

Sey hat Folgendes geschrieben:
7I2 +24OH- ---> 10 I^- +4IO3- +12H2O

Diese Gleichung kann nicht stimmen, da auf der Eduktseite 24 negative Ladungen, auf der Produktseite jedoch nur 14 negative Ladungen auftreten.

Gruß, Patrick

_________________
derzeit 4. Semester, Chemie, Bachelor
Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sey hat Folgendes geschrieben:
7I2 +24OH- ---> 10 I^- +4IO3- +12H2O

Diese Gleichung kann nicht stimmen, da auf der Eduktseite 24 negative Ladungen, auf der Produktseite jedoch nur 14 negative Ladungen auftreten.



Hm..stimmt.


Also müsste ich nur die Reduktionsgleichung mal 5 nehmen?Dann wäre ich ja auf dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen.

Also Redox: 6I2+12OH^- -->10I^- +2IO3^- +6H2O


Jetzt sind die Ladungen gleich, aber bestimmt noch nicht richtig oder?
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11714
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Jetzt sind die Ladungen gleich, aber bestimmt noch nicht richtig oder?

dochdoch, alles ist in schoenster ordnung

du koenntest das ganze allenfalls noch ein wenig "anhuebschen", indem du mit natriumhydroxid statt mit hydroxidionen formulierst, und final durch 2 dividierst (letzteres geht erst in der redox-zusammenschau):

3 I2 + 6 NaOH --> 5 NaI + NaIO3 + 3 H2O


gruss

ingo

_________________
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Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ok perfekt, aber wie sieht das mit dem Natrium aus, das kommt dann erst am Schluss dazu, und noch nicht bei der Oxidations oder Reduktionsgleichung?
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11714
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

ich bevorzuge es aus gruenden der allgemeinen uebersichtlichkeit, insbesondere nicht an der eigentlichen reaktion beteiligte teilchen ("zaungaeste") erst moeglichst spaet, vorzugsweise erst final in die formulierungen einzufuehren

aber natuerlich: du kannst das natriumion selbstverstaendlich auch frueher bereits mit in die gleichungen involvieren

bei komplexeren termen musst du dann allerdings doch deutlich mehr aufpassen, und du hast auch so schon genug mit ladungs- und stoffbilanzen zu tun beim zeilenweisen gegenchecken der bilanzforderungen

jedoch: hier darf jeder so wie er es mag


gruss

ingo

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Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm ok, also hätte quasi meine Reduktionsgleichung auch so aussehen dürfen:

I2 +NaOH+ 12 OH^- -->2 IO3^- + 10 e^- + 6H2O ?
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11714
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04. Okt 2012 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hmm ok, also hätte quasi meine Reduktionsgleichung auch so aussehen dürfen:
I2 +NaOH+ 12 OH^- -->2 IO3^- + 10 e^- + 6H2O ?



nein, denn bei der gleichung stimmt ja nun bis auf die ladungsbilanz so ziemlich ueberhaupt gar nix

- beginnend damit dass dies aus sicht des iods eine OXIDATION darstellt (weshalb du die elektroenchen auch nach rechts, also "freiwerdend" hinpinselst)
- weiter ueber die anzahl der natriums links und rechts: 1 ./. 0
- bis schlussendlich zur anzahl der sauerstoffe (13 ./. 12 ) und wasserstoffe (13 ./. 12)


vorschlag:
- guck dir meine "herleitung" in aller ruhe an: das ist eine belastbare, allgemeine vorgehenssystematk wie man sowas unfallfrei und in jeder noch so schwierigen situation hinbekommt ( ich hab so noch nie, mit keiner noch so komplizierten redoxgleichung nicht, probleme gehabt)
- versuch nicht da mehrere dinge parallel zu zaubern + auszugleichen : ein schritt nach dem anderen (sonst geht das schnell schief, wie du ja selbst siehst)


... und ansonsten hatte ich dir meinen vorschlag fuer ein einpflegen der natriumionen bereits auf oxidations-halbgleichungsniveau ja bereits frueher mitgeteilt:
Zitat:
bzw.
I2 + 12 NaOH --> 2 NaIO3 + 6 H2O + 10 Na+ + 10 e-



gruss

ingo

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Daniel35



Anmeldungsdatum: 10.09.2012
Beiträge: 1127

BeitragVerfasst am: 05. Okt 2012 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

magician4 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Jetzt sind die Ladungen gleich, aber bestimmt noch nicht richtig oder?

dochdoch, alles ist in schoenster ordnung

du koenntest das ganze allenfalls noch ein wenig "anhuebschen", indem du mit natriumhydroxid statt mit hydroxidionen formulierst, und final durch 2 dividierst (letzteres geht erst in der redox-zusammenschau):

3 I2 + 6 NaOH --> 5 NaI + NaIO3 + 3 H2O


gruss

ingo


Für die Schule würde ich so eine Formulierung aber nicht vorschlagen. Das zementiert rasch falsche Vorstellungen von reagierenden Molekülen.
magician4
Administrator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 11714
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 05. Okt 2012 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Für die Schule würde ich so eine Formulierung aber nicht vorschlagen. Das zementiert rasch falsche Vorstellungen von reagierenden Molekülen.


zugegeben: dieses lernpsychologische problem besteht

(leider) will man an schulen jedoch oft genau eine solche "vollstoffbilanz" sehen (weshalb vermutlich Sey auch so hartnaeckig danach fragt: da ist der TES drauf gedrillt), weshalb ich die hier ja auch (mit den entsprechenden anmerkungen) dargeboten hab.

wenn du aber schon ganz genau hinsiehst: auch alle anderen hier im thread gezeigten "reaktionen" sind ja aehnlich problembehaftet, denn nichts davon passiert in wirklichkeit tatsaechlich.
ionengleichungen dieser art bedeutet also, das "falsche bild" durch ein nur geringfuegig weniger falsches zu ersetzen: mechanistisch falsch ist beides

gruss

ingo

_________________
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Sey



Anmeldungsdatum: 04.10.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 09. Okt 2012 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Naja habs jetzt aber trotzdem wenigstens verstanden, danke an euch!
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