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lilyfee
Anmeldungsdatum: 12.10.2011 Beiträge: 170 Wohnort: Wien
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 27. Dez 2011 19:01 Titel: |
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| Zitat: | | Ich meine, NaCl ist wenn man es als ganzes betrachtet ja auch neutral, nur wenn man es in seine Bestandteile (also Na+ und Cl-) aufteilt - so wie es passiert wenn man es in Wasser löst - sind sie halt geladen.. (...) |
genau hier liegt der - wiederum durchaus verstaendlche - irrtum
auch wenn man es in der schule permanent als "NaCl"so hinpinselt: ein solches, nach aussen hin neutrales teilchen (da plus und minus sich nach aussen hin ja aufheben) gibt es normalerweise gar nicht
natriumchlorid bei normalbedingungen bildet ein ionengitter
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:NaCl_polyhedra.png&filetimestamp=20080407140702
... und in diesem lungern natrium, chlor bereits in ionisierter form rum: das ganze ist aus Na+ und Cl- einheiten aufgebaut
die teilchen sind also bereits ionisiert, und warten pratktisch nur noch darauf hydrolysiert zu werden
( [NaCl]1 findes du nur in der gasphase, und dort kann man sich dann trefflich drueber streiten ob es Na+Cl- - ionenpaare oder kovalentes Na-Cl ist ... aber um sowas zu erzwingen musst du mehr als 1465°C in geschaeft stecken: die eigenschaft dieser hochenergie teilchen hat also mit der eigenschaft gewoehnlichen kochsalzes bei raumtemperatur praktisch nix mehr zu tun )
| Zitat: |
.. aber der Schmee sollte doch bei Saccharose auch hinhauen oder nicht? |
nein, eben nicht, den der zuckerkristall besteht eben nicht aus entgegengesetzt geladenen ionen, sondern aus zuckermolekuelen, welche untereinander ("intermolekular") hauptsaechlich durch wasserstoffbruecken-wechselwirkungen zusammengehalten werden , und in sich ("intramolekular") jeweils durch kovalente bindungen
--> es sind weder ionische strukturen bereits vorgebildet, noch werden durch die aufloesung in wasser solche "provoziert"
| Zitat: | | bzw. wie erkenne ich, ob eine Verbindung Ionen bildet (so wie NaCl) oder nicht (Saccharose)? |
wenn wir ueber ionenbildung bei der aufloesung in wasser reden, und nicht von bereits eh schon vorgefertigten ionischen strukturen (wei beim NaCl) ausgehen: an den entsprechenden pKb bzw. pKS werten
--> du musst die substanzen die du beurteilen willst daraufhin untersuchen, ob diese (relevante) saure (oder basische) sub-strukturen beinhalten
["relevant" im bezugssystem wasser bedeutet hier: pKs / pKB > ~ 10 , groessere werte (beispiel alkohole: pKs ~ 16) gelten als vernachlaesisgbar (eben weil sie nicht mehr relevant dissoziieren gegenueber der eigendissoziation des wassers), also fuer die praxis als "nicht vorhanden" zu behandeln]
dies stellt fuer den anfaenger jedoch in der regel unueberwindliche hindernisse auf: woher sollst du wissen ob trinitrophenol schon relevant sauer ist (ist es: pKs 0.29) , oder diphenylamin noch relevant basisch (ist es nicht: pKb 12.22 ) oder wie die zweifelsohne vorhandene C-H aciditaet von acetylaceton nun zu beurteilen waere (ist eben grade noch relevant: pKs ~ 9 )
... davon kannst du als "beginner" noch keinen blassen schimmer haben.
--> es bleibt dir am anfang nix anderes uebrig, als mit dem hilfsinstrument "elektronegativiatestdifferenz groesser als ~ 1.7" bei einfachen (sub-)strukturen abzupruefen, ob dort eine ionenbindung vorliegen koennte (mithin pruefen ob eh schon ionen vorliegen)...
... und bei komplizierteren sachen (essigsaeure, zucker: mithin pruefen, ob aus kovalenten substrukturen in relevantem umfang ionische strukturen beim aufloesen entstehen) das erstmal lernend zur kenntnis zu nehmen wie die dinge da jeweils liegen (essigsaeure:ja, zucker: nein): solche sachen wie in meinen obigen beispielen zutreffend zu analysieren geht i.d.r. ueber das schulniveau hinaus
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
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lilyfee
Anmeldungsdatum: 12.10.2011 Beiträge: 170 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 28. Dez 2011 09:18 Titel: |
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Vielen Dank! |
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