| Autor |
Nachricht |
colonia
Anmeldungsdatum: 20.08.2011 Beiträge: 141
|
|
 |
magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 21. Dez 2011 19:38 Titel: |
|
|
zunaechst: es ist sinnvoll, bei einzelelektrodenvorgaengen ("halbzellenprozesse") da dann auch die elektroenchen mitzuschreiben, also so:
sodann:
es finden natuerlich nebeneinander alle moeglichen entladungs- /beladunsvorgaenge statt, ihr habt also insoweit beide recht.
konkret:
- H3O+ + e- --> 0.5 H2 + H2O
- H2O + e- --> 0.5 H2 + OH-
- OH-+ e- --> 0.5 H2 + O2-
.. plus ggf. weitere prozesse aus kombination der einelektronen-uebergaenge
( z.b. 2 OH - --> 2 OH . + 2e- --> H2O2 + 2 e- , deprotonierung des H2O2 im knackalkalischen, wanderung des formal entstehenden O22- einmal quer durch die suppe mit nachfolgender entladung gem. O22- --> O2 + 2 e- )
... und bei dem ganzen nebeneinander ist halt immer die frage, welcher prozess (ggf. auch vor dem hintergrund der angelegten spannung) hier nun relevant ist, mithin zum netto-ergebnis der wasserstoff-erzeugung quantiitativ am meisten beitraegt.
hierzu sind zwei aspekte interessant: die konzentration der teilchen (sowie ihre beweglichkeit), und die leichtigkeit mit der sie reagieren
sicherlich ist H3O+ rattenschnell beweglich in wasser, und es wird sowohl von der elektrode elektrostatisch gradezu magisch angezogen wie auch leicht entladen.
nur gibt es davon in einer kalilauge so erschreckend wenig (so um die 10-14 mol/l in einer einmolaren KOH ) , und was nuetzt dir der superstar im ring der praktisch nie da ist: der zerrt nicht wirklich die wurst vom teller
und wasser? nunja, es wird nicht wirklch stark von der elektrode angezogen (eher in ihrem feld ausgerichtet), und sein normalpotential ist auch nicht ganz so lecker wie das des solvatisierten protons....
...aber dafuer draengelt es sich mit ~ 55.5 mol/l gradezu in scharen um die elektrode herum
--> wenn du nicht grad mit ultramicroskopischsten stroemchen arbeitest, wird dann und wann sicherlich ein wassermolekuelchen entladeb werden, je stromstaerker desto mehr
--> ich persoenlich wuerde bei einer wasser-elektrolyse mit mehr als vernachlaessigbarem umsatz immer das wasser als zu entladende species formulieren, besonders im knackalkalischen, weil es eben quantitativ den loewenanteil beisteuert, und nicht das H3O+
(ausserdem waere ohne das permanente nachliefern von H3O+ durch autoprotolyse des wassers sowieso zuegisch schluss mit dem elektrolysieren, denn die paar picocoulomb um da das initial-inventar wegzuknuspern sind ultraschnell verknuspert)
aber vermutlich bereitet deinem lehrer das nachfolgende ausgleichen der entstehenden species in der suppe sodann ideologische probleme, oder er bekommte es nicht hin oder oder oder
wer weiss das alles schon so ganz genau.....
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
|
 |
colonia
Anmeldungsdatum: 20.08.2011 Beiträge: 141
|
Verfasst am: 21. Dez 2011 20:29 Titel: |
|
|
Danke für die umfanhreiche Antwort
Da ich jetzt weiß, dass also dise Reaktionen doch stimmen, würde ich sagen, dass der Entlade-Vorgang die selbe Reaktoin nur in die umgekehrte Richtung geht.
colonia |
|
 |
colonia
Anmeldungsdatum: 20.08.2011 Beiträge: 141
|
Verfasst am: 22. Jan 2012 17:27 Titel: |
|
|
Hallo!
Hab da eine Frage zu der Berechnung von der Spannung einer Brennstoffzelle.
Die Frage lautet so:
Berechnen Sie die Spannung die beim Entladevorgang entsteht, wenn die Konzenztration der H+ Ionen o,oo1 mol/L ist und die Konzentration der OH- Ionen o,1mol/L entspricht.
Ist meine Rechnung so ok?
Jetzt muss ich nur noch Akzeptor Halbzelle minus Donator machen, aber welche ist denn nun Akzeptor und Donator?
lg
colonia |
|
 |
colonia
Anmeldungsdatum: 20.08.2011 Beiträge: 141
|
Verfasst am: 22. Jan 2012 20:40 Titel: |
|
|
|
Hat keiner eine Idee, wie weiter machen könnte? |
|
 |
magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 24. Jan 2012 18:11 Titel: |
|
|
| ( -0.0885) - 0.3852 | = | 0.3852 - (-0.0885) |
--> der absolutbetrag der spannung ist stets der gleiche
--> du musst also nur "definieren" was hier welcher pol sein soll
wenn wasserstoff gem. H2 --> 2 H+ + 2 e- in loesung geht, werden an der entsprechenden elektrode dann negative ladungen generiert
umgekehrt benoetigt die andere elektrode ladungen, damit sauerstoff gem. O2 + 2 e- --> 2 O2- dortselbst in loesung gehen kann
an der wasserstoff-seite findet oxidation statt, sie ist daher anode, also donor-elektrode: das ist der minus-pol
an der sauerstoff-seite findet reduktion statt, sie ist daher kathode, also akzeptor-elektrode: das ist der plus-pol
alles klar?
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
|
 |
colonia
Anmeldungsdatum: 20.08.2011 Beiträge: 141
|
Verfasst am: 24. Jan 2012 20:48 Titel: |
|
|
Hallo
ich kam einbischen mit den Prozessen in den Halbzellen durcheinander, aber jetzt hab ich es auch verstanden, dankeschön
lg
colonia |
|
 |
|