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Reaktion mit KMnO4
 
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MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:07    Titel: Reaktion mit KMnO4 Antworten mit Zitat

hallo,
habe hier eine aufgabe:V
und zwar wird zu einer Lösung, die Fe 2+ und Sn 2+ enthält, KMnO4 zugegeben.
die frage ist nun welche reaktion abläuft.

die standardpotentiale für Sn 2+/Sn 4+ : E°=+0,15 V

Fe 2+/Fe 3+ : E°=+0,77 V

und

Mn 2+/MnO4 - : E°=+1,51 V

sind auch noch gegeben.
könnt ihr mir helfen.

danke
MAX
sunny
Administrator


Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 734
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

und was denkst du was passiert?
was kann man denn mit den standardpotentialen anfangen?
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

die standardpotentiale geben an wie stark reduzierend die stoffe reagieren.
also würde ich denken, dass Sn 2+ elektronen abgibt und die vom KMnO4, das ja dissoziiert vorliegt irgendwie aufgenommen werden.
sunny
Administrator


Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 734
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
die standardpotentiale geben an wie stark reduzierend die stoffe reagieren.


ja. man kann halt sehen wie edel oder unedel ein stoff im vergleich zu einem anderen ist.
wie würdest du die stoffe denn ordnen von edel nach unedel?
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

von edel nach unedel:
MnO4 -
Fe 2+
Sn 2+
sunny
Administrator


Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 734
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

naja.. auf jeden fall geben edle metalle nicht gern elektronen an unedle metalle ab....

EDIT: und noch ein tip... das mangan ist im permanganat schon in der höchsten oxidationsstufe.... kann also keine weiteren elektronen mehr abgeben....


Zuletzt bearbeitet von sunny am 03. Feb 2005 23:23, insgesamt einmal bearbeitet
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

ich dachte je höher das standardpotential, desto edler, weil Au, Ag, Pt haben ja auch große standardpotential und die sind ja sehr edel, denke ich.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

das mangan hat oxidationsstufe +7. heißt das, dass es elektronen aufnimmt?
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

ich denke aber, dass die edelmetalle ein Standardpotential größer als 0V haben.
sunny
Administrator


Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 734
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

also ich bin jetz auch total verwirrt mit der spannungsreihe...... grübelnd

vielleicht kann es morgen nochmal jemand richtig erklären.......
sorry... ich bin da wohl heute zu blöd für...
ChemTroll
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Feb 2005 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Die Standardpotentiale sind mit der freien Enthalpie über die Beziehung



verknüpft. Gemäß der Definition verläuft ein Prozeß freiwillig, wenn die Änderung der Freien Enthalpie des Systems negativ ist, also Energie in Form von Wärme abgegeben wird und/oder die Entropie zunimmt.
Für die Reduktionen von verschiedenen Halbzellen erhält man so Potentiale, die auf eine H2/H+-Zelle als Gegenprozeß bezogen ist. Je höher diese Potentiale sind, desto mehr ist die Reduktion begünstigt gegenüber der Oxidation von H2 begünstigt. Ist ein Standardpotential negativ, so wird die Oxidation ablaufen, gegenüber der Reduktion von H+ zu H2.

Da edle Metalle thermodynamisch bevorzugt als Metalle vorliegen, haben sie hohe positive Potentiale, ebenso starke Oxidationsmittel wie Kaliumpermanganat. Unedle Metalle haben negative Standardpotentiale.
Mittelmäßig unedle Metalle werden meist durch Oxidschichten passiviert und reagieren erst mit starken Säuren, dagegen sind die Alkalimetalle mit ihren entsprechend niedrigen Standardpotentialen schon mit der geringen H+-Konzentration in neutralem Wasser hochreaktiv.
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich bin jetzt mal wieder dabei und zerstöre eine Aufgabe. Der pH geht bei dem Permangantgleichgewicht in der 8ten Potenz ein. Da die Lösung zu Beginn neutral ist, wird sehr schnell der pH so groß sein, daß überhaut nix mehr passiert.

Nehmen wir mal an, die Lösung sei die ganze Zeit bei pH 0. Wir wissen, daß die Tendenz von Mn(VII) zu Mn(II) am größten ist. Also ein negatives Vorzeichen für die Ablaufende Reaktion (Reduktion). Oxidiert wird dann logischer Weise das, wo das Potential am weitesten Neagtiv ist.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

also ist die reaktion dann:

MnO4 - + 5 Sn 2+ ------> Mn 2+ + 2 O2 + 5 Sn 3+

5 Sn 2+ ------> 5 Sn 3+ + 5 e-
MnO4 - + 5 e- ---------> Mn 2+ + 2 O2

oder so ähnlich?
DieSchwuleHolländer



Anmeldungsdatum: 07.01.2005
Beiträge: 502
Wohnort: Kölle am Ring

BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Nein das wird so nicht ablaufen:

Folgende Möglichkeiten sind gegeben:

also das kann nur im saurem ablaufen!

_________________
Passion is a key ingredient to the study and practice of chemistry and of life. It is with passion, courage of conviction and strong sense of self that we take our next steps into the world. (E. Woods)
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

@ Max: Du solletst zuerst die Halbgleichungen aufstellen. Nur Mn und Nur Sn (oder Fe). Dann die Elektronen auf die gleiche Zahl bringen und dann addieren.
Außerdem wirst Du Schwierigkeiten haben Sn3+ zu kriegen. schau dir noch mal die Halbelektrodenpotentiale an.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

also als teilgleichungen sowas:

2 Sn 2+ ------> 2 Sn 4+ + 4 e-
MnO4 - + 4 e- ---------> Mn 2+ + 2 O2[/code]
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 04. Feb 2005 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Oxidationsstufe hat Mn in MnO4 nud welche in Mn2+? Um weiter auszugleichen mußt Du (da die Reaktion wahrscheinlich im Sauren stattfindet) mit H+ und H2O ausgleichen, wenn so Teilchen wie O2- oder so entstehen. Du hast in einer Reaktion sowohl Mn reduziert als auch O oxidiert.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 05. Feb 2005 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

also Mn hat in MnO4 - die Oxidationszahl +7 und Mn 2+ hat +2

2 Sn 2+ ------> 2 Sn 4+ + 4 e-
MnO4 - + 4 e- + 8 H + -------> Mn 2+ + 4 H20
topspin



Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 122
Wohnort: köln

BeitragVerfasst am: 05. Feb 2005 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

sieht doch gut aus bis jetzt, MAX. alles richtig bis hier.
jetzt musst du nur noch 'ne frage stellen... Thumbs up! Augenzwinkern

wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass du aus den beiden halbreaktionsgleichungen die gesamt-reaktionsgleichungen zusammenbasteln willst, oder? wenn's das ist, dann addier' mal deine beiden halbreaktionsgleichungen und besorg' noch den stöchiometrischen und ladungsausgleich. das prinzip dahinter hast du ja verstanden, wie's aussieht...
... und dann hast du fertig!

_________________
http://www.smilieportal.de/generator/ablage/25/475.png
litterman



Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beiträge: 2607
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 05. Feb 2005 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

ömmm entweder liegts an den nachwirkungen von gestern, oder da isn Fehler drin
Wenn aus dem permanganat mangan 2+ wird, werden 5 elektronen aufgenommen...
(das sieht man ja auch, wenn man nen adungsabgleich macht)
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 06. Feb 2005 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

also ist es denn letztenendes die folgende reaktion:

2 Sn 2+ + MnO4 - + 8 H+ ------> 2 Sn 4+ + Mn 2+ + 4 H2O

also die zwei Sn 2+ Kationen geben 4 e- ab welche dann vom Mn 7+ aufgenommen werden um zu Mn 2+ reduziert zu werden (1 e- kommt noch aus MnO4 -). Und das eisen reagiert nicht, weil es edler als zinn ist.
ChemTroll
Gast





BeitragVerfasst am: 06. Feb 2005 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Die Anzahl der Ladungen links und rechts muß aber gleich bleiben, sonst würde es in deinem Becherglas Blitze schlagen... Rock
Tipp: Fang mal mit 5 Sn(2+) und 2 MnO4(-) an...
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 06. Feb 2005 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Jou max, Litti hat recht und Topspin war begeistert darüber, daß Du den Wasserausgleich direkt richtig hingekriegt hast, und so den kleinen Fehler mit dem fehlenden Elektron übersehen. Du mußt also nochmal die beiden Gleichungen evtl. vervielfachen und dann addieren:

MnO4- + 5 e- + 8 H+ -> Mn2+ + 4 H2O

Sn2+ -> Sn4+ + 2 e-

Im Prinzip war´s aber schon gut.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Feb 2005 03:38    Titel: Antworten mit Zitat

also die erste teilgleichung mit 2 und die zweite mit 5 multiplizieren.

Mn in MnO4 - mit (Ox.zahl +7) wird zu Mn 2+ (mit Ox.zahl +2) reduziert.

2 MnO4- + 10 e- + 16 H+ -> 2 Mn2+ + 8 H2O

5 Sn2+ -> 5 Sn4+ + 10 e-


gesamt:

5 Sn2+ + 2 MnO4- + 16 H+ -> 2 Mn2+ + 8 H2O + 5 Sn4+
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 07. Feb 2005 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Haargenau.
Und anhand dieser Reaktionsgleichung siehst Du, daß der pH sich ganz gewaltig auf die Lage des Gleichgewichtes auswirkt. Du brauchst nur mal das MWG hierfür aufzustellen. Es ist also unabdingbar den pH bei dieser Reaktion anzugeben. Das hat der Aufgabensteller nicht gemacht.

PS: Immer wenn auf der einen Seite ein Zentralatom von Sauerstoff umgeben ist und es auf der anderen Seitem weniger oder mehr Sauerstoff um sich rum hat, dann ist die Sache pH-abhängig. Denn die H+ brauchst Du zum Ausgleichen.
MAX
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Feb 2005 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Hilfe.

hat zwar ein bisschen gedauert mit mir bis ich es hatte, aber danke, dass ihr die geduld nicht verloren habt smile
Cyrion



Anmeldungsdatum: 10.11.2004
Beiträge: 4719
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 07. Feb 2005 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wir wollen keine komplettlösungen vorsetzen (dürfen wir auch nicht) sondern wir wollen, daß diejenigen, die Fragen stellen, etwas verstehen. Das dauert.

Und wenn Du mal 6 Monate oder mehrere Jahre an einem einzigen Problem gearbeitet hast, dann ist Geduld etwas anderes, als nur einige Tage mal ein paar Fragen beantworten.
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