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leonie. Gast
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Verfasst am: 18. Dez 2011 12:19 Titel: |
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| magician4 hat Folgendes geschrieben: |
3 doppelbindungen = 3*2 pi elektronen = 6 pi-elektronen
6 ist aber hueckel "4n + 2" fuer n=1
--> beide sechsecke sind hueckel-aromaten
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das leuchtet mir ja ein..aber wie komme ich eig auf dieses n? |
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leonie. Gast
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Verfasst am: 18. Dez 2011 14:35 Titel: |
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ok..ich habe nochmal eine andere frage
ich verstehe die elektrophile substiution
und die azokupplung läuft auch so ab...
aber was genau hat es mit diesen triazenen auf sich??
Aniline reagieren über eine N-Kupplung
Triazen
Aryltriazene unter Eiskühlung stabil
Lagern zum C-Kupplungs-Produkt um
das sind jetzt meine stichpunkt dazu..das ist mir noch nicht ganz so klar  |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 18. Dez 2011 15:26 Titel: |
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| Zitat: | | das leuchtet mir ja ein..aber wie komme ich eig auf dieses n? |
n ist eine beliebige ganze zahl aus N0, mithin 0,1,2,3...
und du musst halt probieren , ob die anzahl deiner pi-elektronen mit einem solchen ausdruck "4n + 2" uebereinstimmt, mithin ob du da 2,6,10,14 .... pi-elektronen hast
| Zitat: |
aber was genau hat es mit diesen triazenen auf sich?? |
ehe ich mir hier einen wolf tippe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Triazene
kurzfassung: bei der "erwuenschten" azokupplung hast du aus dem diazotierten amin zunaechst ein diazonium-kation Aryl-N2+ gebildet, welches den aromatischen ring der anderen kupplungskomponente angreift
dies ist eine elektrophile substitution, welche mit einem angriff des elektrophils (also des diazoniumkations) auf lecker in der gegend rumlungernde elektronendichte (das aromatische pi-system der anderen kupplungskomponente) beginnt.
nun sind solche diazoniumkationen nicht so sonderlich waehlerisch, sondern verknuspern schnell und hemmungslos so ziemlich alles was nicht bei drei auf den baeumen ist, je basischer (=elektronenreich) desto lieber...
... und die aminofunktion eines aromatischen amins ist ein solches ebenfalls immer wieder gern verfruehstuecktes strukturelement.
das ganze laeuft dann mechanistisch halt voellig analog der alkylierung von aminen mit carbeniumionen:
[R-Cl --> R+ + Cl-]; R+ + R'NH2 --> RR'NH + H+
hast du als "andere kupplungskomponente " nun also ein aromatisches amin, so bietet dieses ja beide opionen zum angriff:
(a) Aryl-N2+ + Aryl'-NH2 --> Aryl-N=N-Aryl'-NH2 + H+
(ringangriff, azokupplung, erwuenschtes produkt)
Aryl-N2+ + NH2-Aryl' --> Aryl-N=N-NH-Aryl' + H+
(N-angriff, triazenbildung, unerwuenschtes produkt)
es handelt sich mithin (i.s. der azokupplung) um eine unerwuenschte nebenreaktion
gruss
ingo
hinweis: ich vermute mal, dass diese reaktion bei methylgelb von sehr untergeordneter bedeutung ist, wenn sie denn ueberhaupot stattfindet: N,N-dimethylanilin hat kein abspaltbares proton am stickstoff mehr , und muesste daher unter quarternisierung am N laufen wenn sowas passieren soll.
ich halte die resultierende hypothetische (C6H5)-N=N-N+(CH3)2-(C6H5) struktur fuer ausgesprochen fragil, wenn sie sich denn ueberhaupt relevant bildet _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
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leonie. Gast
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Verfasst am: 18. Dez 2011 16:08 Titel: |
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ok, danke
mh ich wollte die diazotierung und kupplung erst allgemein erklären und dann auf den mechanismus von dimethylgelb eingehen, weil wir das noch nicht hatten...
beim allgemein stand halt das mit den triazenen..also kann ich dazu sagen, dass das an sich eine ungewollte nebenreaktion ist?
und das hauptmerkmal eher auf der anderen reaktion liegt? |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 18. Dez 2011 17:30 Titel: |
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| Zitat: | beim allgemein stand halt das mit den triazenen..also kann ich dazu sagen, dass das an sich eine ungewollte nebenreaktion ist?
und das hauptmerkmal eher auf der anderen reaktion liegt? |
genauso wuerde ich argumentieren, plus dass die hier sowieso wahrscheinlich keine rolle spielt, eben weil der stickstoff der 2. kupplungskomponente eh schon 3-fach substituiert ist
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
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