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Korrosionsschutz
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derneue



Anmeldungsdatum: 13.12.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2011 23:20    Titel: Korrosionsschutz Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich bin neu hier und in Sachen Chemie ein absoluter Laie.
Das folgende Problem habe ich schon mal in einem Elektro-Forum angefragt, aber da konnte mit keiner helfen.
Ich habe einen Pool im Garten (noch nicht ganz fertig), er besteht aus einer (in die Erde versenkten) verzinkten Stahlwand.
(http://pool-im-garten.npage.de/)
Diese Stahlwand ist gemeinsam mit der im Wasser hängenden Edelstahlleiter (V2A) an einem Staberder in der Erde geerdet.
Die Stahlwand hat nur an sehr wenigen kleinen Stellen Kontakt zum Wasser.
Nun meine Frage:
Da ich mitbekommen habe, dass der Zink an den Kontaktstellen zum Wasser der schwächste Punkt ist, wird sich wohl dort der Zink auflösen, und der Stahl beginnen zu rosten.
Wie kann ich das verhindern?
Wenn ich nun eine Art "Opferanode" verwenden würde, so wie bei der Brauchwassererwärmung im Haus, wie müsste ich die anschliessen, und geht das überhaupt??
Wie würde sich eine solche Anode verhalten? zerfällt die dann irgendwann??
Fragen über Fragen...
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 5837
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2011 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

da du in einem verzinkten werkstueck dort dann mit dem typischen opferannodenmaterial zink nix wirst, empfiehlt sich hierfuer magnesium.

du kannst alternativ auch ueber sog. "fremdstromanoden " nachdenken

http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdstromanode


gruss

ingo

_________________
ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek!
derneue



Anmeldungsdatum: 13.12.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2011 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, Magnesium also.
Fremdstrom habe ich gerade mal nachgelesen, (danke für den Link) scheidet aber aufgrund der hohen Sicherheitsansprüche in Sachen Strom im Poolbereich leider aus.
Wenn ich nun eine solche Magnesium Opferanode verwende, muss die ja leitend mit der Stahlwand verbunden sein.
Die könnte ich ja dann mit in die Erdungsleitung einbinden.
Macht es denn wohl etwas aus, wenn die Edelstahlleiter mit dabei ist?
Und noch was:
Da ich diese Anode ja nicht einfach so in den Pool hängen will, würde ich sie in den Skimmer einbauen. Dort natürlich ins Wasser. Im Skimmer wird das Oberflächenwasser von der Pumpe angesaugt und über einen Sandfilter gereinigt wieder zurückgeleitet in den Pool.
Mach diese Strömung/Wasserbewegung Schwierigkeiten, oder ist das egal?
Sorry für die blöden Fragen, bin halt Laie.... grübelnd
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 5837
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2011 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

du solltest das so montieren, dass du da leicht rankommst (denn die muss ja gelegentlich erneuert werden)
solange die verkabelung / kontaktstellen usw. edler sind als magnesium, macht das nix aus ob du da stahl, kupfer o.ae. nimmst: das funzt

der einbauort ist ansonsten ziemlich egal

denk noch dran dass die opferanode sich mit der zeit aufloest, also Mg2+salze entstehen (--> erhoeung der wasserhaerte), wobei z.b. "Magnesiumkalk" entstehen koennte. (--> ab und zu die verrohrung auf ablagerungen kontrollieren, ggf. mechanisch reinigen, nicht zu kleine durchmesser anschliessen welche verstopfen koennen usw.)


frohes planschen wuenscht dir ansonsten


ingo

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derneue



Anmeldungsdatum: 13.12.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2011 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Dann wird es wohl besser sein, die Anode nicht an der Saugseite zu montieren, da sich ja dann diese Salze direkt in meine Technik verabschieden.
Da ist nämlich noch ein Solarabsorber mit ziemlich kleinen Röhrchen....
Mal sehen, ich finde schon einen Platz.
Vielen Dank für die hilfreichen Infos!!
Gruß, Frank
BTW: Diese Salze vertragen sich aber mit dem Chlorwasser??
(Chlorgehalt zwischen 0,3 und 0,6mg/l kurzzeitig auch mal 3,0mg/l)
magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 5837
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 14. Dez 2011 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

yep, da sollte es wenig bis keine probleme geben....wobei das chlor natuerlich dazu beitraegt, dass dein magnesium etwas heftiger angeknabbert wird als mit wasser allein

aber da das chlor ansonsten ja eben sich deinen (verzinkten) stahl zum verknuspern vornehmen wuerde, was wir ja grad net wollen, ist das schon so in ordnung


gruss

ingo

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derneue



Anmeldungsdatum: 13.12.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2011 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss noch was fragen:
Da ich ja die Anode irgendwie in den Pool integrieren muss, würde ich die in ein Rohr montieren, das an einer Seite offen ist.
Funktioniert das?
Etwa so wie auf der Zeichnung:



anode.jpg
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anode.jpg


magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 5837
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2011 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin mit der von dir gewaehlten geometrie nicht komplett gluecklich: "freies aktives anstroemen" scheint mir wichtig (= die elektrode in ne stroemungstechnische sackgasse zu legen keine gute idee), um zu vermeiden dass es zu diffusionskontrollierten "toten ecken" kommt, in denen die (eher lahme) geschwindigkeit mit der teilchen von der elektrode wegdiffundieren koennen, sowas wie einen widerstand bildet (vermeiden des aufbaus eines konzentrations-gegengradientens)

wenn es dir irgend moeglich ist, wuerde ich das rohr daher also beidseitig in stroemungsrichtung offen montieren

gruss

ingo

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derneue



Anmeldungsdatum: 13.12.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2011 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm, ich will die Anode halt nur etwas verstecken, ist ja nicht gerade eine Schönheit Big Laugh
Und es soll beim "zerfallen" möglichst kein Dreck in den Pool fallen.
Wäre es so denn besser?:



anode1.jpg
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anode1.jpg


magician4
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 5837
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15. Dez 2011 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

viiiiiiiiiiiel besser

gruss

ingo

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