Verfasst am: 04. Dez 2011 14:30 Titel: Eigenschaften von Carbonsäuren
Meine Frage:
Hallo
Ich sitze hier gerade vor einer Reaktionsgleichung:
Im Unterricht haben wir zu Essigsäure Magnesiumpulver gegeben, anschließend Wasser dazu. Das Magnesiumpulver hat sich nach einer Zeit vollständig aufgelöst.
Wir haben schon gesagt, dass auf jeden Fall Wasserstoff dabei entsteht, nachgewiesen durch die Knallgasprobe. Außerdem noch ein Salz, da dies bei Reaktionen zwischen Metallen und Säuren immer der Fall ist.
Meine Ideen:
Meine Ansätze:
Das Salz, das zusätzlich entsteht, ist Magnesiumacetat: Mg(CH3COO)2
Die Essigsäure gibt ein Proton ab, das Wasser wirkt als Akzeptator.
In der Formel:
CH3COOH+Mg+H2O-->H2+H30+Mg(CH3COO)2
Also Essigsäure+Magnesium+Wasser-->Wasserstoff+Oxoniumion+Magnesiumacetat
Stimmt das? Ich habe nämlich das Gefühl, dass irgendwas falsch ist.
Danke schonmal im Vorraus!
was daran falsch ist, ist dass du eigentlich gar kein wasser brauchst (damit gehts nur schneller, weil sich die entstehenden salze darin gut koesen und du somit immer eine "frische" magnesiumoberflaeche hast)
die eigentliche reaktion zwischen einem unedlen metall und einer saeure ist so zu formulieren:
metall + saeure --> metall-ion + saeure -anion + wasserstoff
konkret fuer magnesium/essigsaeure bedeutet dies, dass magnesiumacetat und wasserstoff entstehen:
Mg + 2 CH3COOH --> Mg(CH3COO)2 + H2
... und fertig
insbesondere entstehen keine H+, und wasser muss da auch nix akzepztieren
wasser spielt lediglich die nuetzliche roille des loesungsmittels fuer das entstehende magnesiumacetat
dass wasser ausserdem mit (noch nicht in die reaktion eingetretender / ueberschuessiger) essigsaeure auch ein protolysegleichgewicht HOAc + H2O <--> AcO- + H3O+ macht, ja, findet ausserdem auch statt, ist bzgl. der hauptreaktion jedoch einfach nur irrelevantes nebengeraeusch
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek!