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m93fritsche
Anmeldungsdatum: 03.12.2011 Beiträge: 2
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Verfasst am: 03. Dez 2011 15:59 Titel: Fehler bei iodometrischen Titration von Rotwein |
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Meine Frage:
Ich schreibe eine Facharbeit über den Schwefelgehalt im Rotwein. Das mache ich durch die iodometrische Titration. Da der Farbumschlag nur in einer klaren flüssigkeit sichtbar ist, entfernte ich mit Aktivkohle die Farbe. Im auf den korrekten Wert zu kommen testete ich zuerst wie gross der Anteil der Sulfitionen ist die hängen geblieben sind, indem ich Die Titration mit Weisswein und aktivkohle-gefiltertem Weisswein durch führte (ca. die Hälfte bleibt hängen). Bei diesen Messungen kam ich auf einen Gehalt von ca 100mg/l, was auch mit Literaturwerten übereinstimmt. Die Messwerte des gefilterten Rotweines kamen aber "falsch" raus (ca. 3mg/l) also sollte es im ungefilterten ca 6mg/l sein. Das ist aber sehr komisch, da es kein Biowein oder sulfitarmer Wein ist. Hat jemand eine Idee, weshalb ich auf so unwahrscheinliche Werte komme..??
Meine Ideen:
1. Fehler bei der Schwefelung des Weins (zu wenig schweflige Säure beigemischt)
2. Bei der Messung sollte alles gut gelaufen sein, da ich sie x-Fach wiederholt habe und ungefähr die selbem Werte erhielt. |
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SaPass
Anmeldungsdatum: 18.11.2009 Beiträge: 1476
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Verfasst am: 03. Dez 2011 16:09 Titel: Re: Fehler bei iodometrischen Titration von Rotwein |
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| m93fritsche hat Folgendes geschrieben: | | 2. Bei der Messung sollte alles gut gelaufen sein, da ich sie x-Fach wiederholt habe und ungefähr die selbem Werte erhielt. |
Eine andere Möglichkeit wäre ein systematischer Fehler. Hast du da mal drüber nachgedacht? _________________ Unterstrichene Worte sind Links und dazu da, angeschaut zu werden. |
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magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 03. Dez 2011 16:48 Titel: |
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ich finde deinen ansatz mutig....
..einfach davon auszugehen, dass bei einer gegebenen menge adsorbierenden materials (hier: aktivkohle) stets der gleiche prozentsatz an stoff X (hier: sulfit / SO2 ) darauf haengen bleibt, unabhaengig von ausgangskonzentration (sind bei rot- und weisswein meiner recherche nach unterschiedlich, und als richtwert fuer z.b. weisswein finde ich abweichend von deiner angabe 210 - 260 mg/l im netz, fuer rotweine bei vergleichbarem zuckergehalt stets um die 50 mg/l weniger ) und deiner sonstigen matrix (es bleibt auf der aktivkohle ja alles moegliche haengen, was wiederum weinsortenspezifisch unterschiedlich seinerseits das sulift "mitfaellen / -binden" kann)
mein bedenken: solltest du es nicht mit einer linearen sorptionsisotherme zu tun haben (was bei adsorption an aktivkohle ne echte diskussion wert ist), sondern irgendwas langmuir-artiges (was eher wahrscheinlich ist), hast du schon rein von daher ziemlich verloren mit deinem berechnungsansatz
[img]http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Langmuir_sorption_isotherm.svg&filetimestamp=20070927145519[/img]
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Sorptionsisotherme)
da solltest du mal nen blick reinwerfen, damit du weisst wogegen du physikochemisch antrittst...
btw.: wenn du colorimetrisch probleme hast, koenntest du ja auch mal ueber was potentiometrisches oder ne leitfaehigkeitstitration nachdenken, denn ~ 50 % dessen was du bestimmen willst erstmal "wegzufiltrieren" halte ich eh fuer ne ueberaus gewagte vorgehensweise
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
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m93fritsche
Anmeldungsdatum: 03.12.2011 Beiträge: 2
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Verfasst am: 04. Dez 2011 20:45 Titel: |
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zuerst mal vielen dank für deine schnelle antwort..
also dass ich davon ausging, dass der selbe prozentsatz hängen bleibt lag an meinem chemielehrer, der mir beim analytischen denken helfen wollte, da das in unserer schule eher weniger zum zuge kommt, aber es ist sehr gut, dass ich mal einige grundlagen zum kontern habe..
die 210 - 260mg/l sind bloss EG-VO Höchstgrenzen (http://www.hosp-weine.de/wissenswertes.php), weine dürfen durchaus darunterliegen...
dass von der aktivkohle ja verschiedene stoffe hängen habe ich weniger in betracht gezogen, das im rotwein die ganze farbe adsorbiert werden muss und deshalb "weniger platz" für sulfite auf den aktivkohlepartikeln ist..
aber vielen dank nocheinmal ich werde da bestimmt noch einmal nachlesen und ich habe auch bald wieder eine besprechung mit meinem chemielehrer...
gruss
martin |
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