| Autor |
Nachricht |
rübe Gast
|
Verfasst am: 27. Nov 2011 17:51 Titel: Geschwindigkeitsgesetz |
|
|
|
Wie stellt man ein kombiniertes geschwindigkeitsgesetz auf? also wie verbindet man hin und rückreaktion? |
|
 |
magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 28. Nov 2011 17:32 Titel: |
|
|
wenn die einzelnen geschwindigkeits-formulierungen vollstaendig waren, dann bildest du einfach vhin = vrueck um den sich einstellenden gleichgewichtszustand zu beschreiben
genau hierin liegt jedoch die krux: viele reaktionen sind eine aufeinanderfolge A-->B-->C , wobei z.b.
v (B-->C) >> v (A-->B) ist
dadurch wirkt es bei kinetischen untersuchungen, als sei v (A-->B-->C ) = v (A-->B)
... und eine entsprechende formulierung fuehrt ins abseits
beispiel:
die reaktion Mg + 2 HCl --> MgCl2 + H2 ist in kinetishen untersuchungen (scheinbar) erster ordnung bzgl [HCl],
also v = k * [HCl]
grund: die reaktion [MgH]+ + HCl --> [MgCl]+ + H2 ist derart rattenschnell, dass sie in kinetischen untersuchungen einfach nich bemerkt wird: es scheint so, als sei die gesamtgeschwindigkeit ausschliesslich durch die geschwindigeit der vorgelagerten reaktion Mg + HCl --> [MgH]+ Cl- determiniert
trotzdem lautet das MWG, wenn man es denn korrekt aufstellt *),
K = [MgCl2] * [H2]/[Mg] * [HCl]2
bzw.
K = [H2] / [HCl]2
..woraus eindeutig ersichtlich wird, dass die hinreaktion "wirklich, vollstaendig betrachtet" 2. ordung bzgl. HCl sein muss
--> eine wirklich korrekte aufstellung der gleichgewichtsformulierung ist mithin eigentlich nur ueber die formulierungen zum chemischen potential moeglich, und dortselbst gehen halt auch die schnellen vorgaenge komplett mit ein
gruss
ingo
*)
zugegeben: man kann sich bei dieser reaktion trefflich darueber unterhalten, ob ueberhaupt die notwendige voraussetzung fuer das sinnvoille aufstellen eines MWG gegeben ist: dass es sich naemlich ueberhaupt um eine gleichgewichtsreaktion handelt
--> K wird gross sein, sehr gross _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
|
 |
enria_cardenia Gast
|
Verfasst am: 28. Nov 2011 20:18 Titel: |
|
|
ich lese doch korrekt raus dass es um 2-3 e) geht?
Ich bin hier immer noch nicht weiter. Gibt es denn nicht irgendeeine Lösungsstrategie die zum Erfolg führt? Ein viel versprechender Ansatz?
In der Aufgabenbeschreibung steht doch, das alle Reaktionen außer Nr.4 Elemtarreaktionen sind. Kann man dann nicht einfach schreiben
v=k*c[CH3Cn] (gleiches für anderes Isomer)
wir haben doch nur ein Edukt, ist die Reaktion dann nicht erster Ordnung?
gruß_enria |
|
 |
enria_cardenia Gast
|
Verfasst am: 28. Nov 2011 20:19 Titel: |
|
|
ich meine natürlich
v=k*[C2H2I2] |
|
 |
Ähjaoderso Gast
|
Verfasst am: 07. Dez 2011 16:54 Titel: |
|
|
|
So weit so gut, Ingo, aber wenn wir eine Elementarreaktion wie in diesem Fall haben und ein allgemein gültiges kombiniertes Geschwindigkeitsgesetz aufstellen sollen, dann hilft uns die Beschreibung des eingestellten Gleichgewichtszustandes leider auch nicht weiter. |
|
 |
magician4 Moderator

Anmeldungsdatum: 05.10.2009 Beiträge: 5837 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 07. Dez 2011 17:53 Titel: |
|
|
dann hast du eben den allgemeinen ansatz, der immer gilt: v = K * [E]m_E * [P]m_P
gruss
ingo _________________ ein monat im labor erspart einem doch glatt ne viertel stunde in der bibliothek! |
|
 |
Ähjaoderso Gast
|
Verfasst am: 07. Dez 2011 18:41 Titel: |
|
|
|
Und K ist die Gleichgewichtskonstante? |
|
 |
|