| Autor |
Nachricht |
Gast Gast
|
Verfasst am: 06. Jun 2005 19:36 Titel: |
|
|
Hi,
ich studiere grad im 2. Semester Chemie an der Uni Konstanz und möchte dazu Folgendes sagen: Erstmal: Es ist ein UNHEIMLICH TOLLES Studium. Wenn einem das Fach wirklich Spaß macht, denn dann macht es dir auch nichts aus, fünf Tage die Woche zwischen 8 und 12 Stunden an der Uni zu sein - natürlich sind da auch etliche lustige Nachmittage im Labor dabei. Die Lernerei ist vom ersten Tag an wirklich hart, und da muss man sehen wo man bleibt. Trotzdem, lass dich nicht von Durchfallquoten entmutigen - wenn du mit Liebe und vor allem Engagement an die Sache rangehst, wirst du das packen.
Trotzdem: Erfolg setzt sich, gerade hier, zusammen aus 10 % Inspiration und 90 % Transpiration, wie es immer so schön heißt.
Von irgendwelchen Berufsaussichten würde ich mich nicht leiten lassen - wenn man mal Fächer wie Ethnologie oder so außen vor lässt, wirst auch immer einen Job finden, wenn du gut bist - und gut bist du, wenn dir die Sache Spaß macht! Außerdem, vom 1. Semester bis zum Dr.rer.nat. sind's auch 8 Jahre, und wie da die Berufschancen stehen, kann jetzt ohnehin noch niemand abschätzen.
In diesem Sinne,
Felix
[email protected] |
|
 |
Fluor
Anmeldungsdatum: 21.11.2004 Beiträge: 615
|
Verfasst am: 07. Jun 2005 11:06 Titel: |
|
|
[quote=michael]1.) Die Leute von der FH sind deutlich günstiger als Uniabsolventen (ca. 10-15 Tausend € im 1. Jahr) [/quote]
also soweit ich weiß sinds nur 6k Euros
[quote=Cyrion]"Praxis" wird sehr oft im Sinn von "Industrieller Anwendung" gesehen.[/quote]
an der Uni ist das Bild vom Ingenieur sowieso der reinste Blödsinn, da wird alles was man ausm Ingenieurwesen kennt in einen Topf geworfen und dem FHler als Studieninhalt angedichtet... ("sie haben ja auch Werkstofftechnik")
Unter Praxis versteht man eher Ausrichtung auf 1. aktuelle Probleme und 2. Anwendung. Die FHs sind in der Regel weit schneller mit Zukunftsorientierten Studiengängen, deren Inhalte aktuell sind, z.B. Biotech/Nano/Mechatronik/Bionik. Zudem liegt ein viel größerer Schwerpunkt auf der effizienten, ökonomischen Anwendung. Es wird einfach weniger anwendungsferne Theorie gelehrt. Zusätzlich lernt der Chemieingenieur eine Menge Fächer von denen man an der Uni (Dipl.Chem.) garnichts mitbekommt, bis hin zur Verfahrenstechnik oder so. Das Berufsbild "Diplom Chemieingenieur" ist viel breiter als das des Dipl.Chem und geht eigentlich in eine andere Richtung. Während der Chemiker im Grunde 4 Jahre Chemie macht macht der Chemie-Ingenieur halt andere Sachen die vor allem interdisziplinär sind.
| Zitat: | Ich habe mich nun entschieden Diplom-Chemie studieren zu wollen und darauf womöglich dies zu promovieren.
Habt ihr euch direkt bei der Uni beworben oder an einer zentralen "Verteilungsstelle" |
Du musst promovieren als Dipl.Chem. ansonsten hast Du meiner Meinung nach umsonst studiert. Guck mal unter:
http://www.hrk.de/de/home/home.php
Mit interesse an Mathe, Physik und Chemie wäre chemische Verfahrenstechnik (Dipl.Ing. Uni, z.B. RWTH Aachen) doch auch geil . Da sind wir in der BRD übrigens Weltspitze... |
|
 |
Chemielearner 1 Gast
|
Verfasst am: 21. Jul 2005 00:48 Titel: |
|
|
Ich habe schon vor auf einer Uni zu studieren. FH ist immer so etwas halbes:) Existiert da tatsächlich ein numerus clausus?
Sicher gibt es an der Fachhochschule einen Numerus Clausus.
Kenne jemanden der mit Fachhochschulreife BWL an der Fachhochschule studiert hat. Wenn der Jenige zwischen Schule und Studium nicht erst für sämtliche Jahre zur Bundeswehr gegangen wäre und Aus- + Weiterbildung gemacht hätte und damit seinen Numerus Clausus verbessert hätte, wäre er nie dort reingekommen.
Das er dann abgebrochen hat, ist etwas völlig anderes.
Also künftig mehr Achtung vor Fachhochschulen, denn an ihnen wird mindestens genauso viel gefordert wie an Hochschulen (Uni's).
Und man kommt auch nicht unbedingt umsonst in so ein Studium.
Meist sind sie jedoch mit Vorpraktikum, war bei der mir bekannten Person auch so. Obwohl Praktikas sind eigentlich nur gut, denn später kommt es darauf an, das theoretisch - Gelernte in der Praxis umzusetzen.
Der Betrieb lebt von Mitarbeitern, Handel und Taten und nicht von Vorlesungen, Auswendig Gelerntem, Einstudiertem, Gepaukten, sondern von den Tätigkeiten.
Und sollte es Dein Ziel sein, Dich mit Selbständigkeit beruflich zu verwirklichen, dann überleg dir vorher wie viel Grundkapital dafür nötig ist und mache einen Businessplan.
Berufspraxis + Lebenserfahrung + Berufserfahrung + angenehmes Betriebsklima = Gutes Berufsleben |
|
 |
|
|